Information rund ums
Tier
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Informationen zu Wild- und
Gartentiere hier klicken
Auf dieser Infoseite, bekommen sie Rat von Fachleuten ( z.B.
Tierärzte, Behörden, Organisationen) über verschiedene Krankheiten und
Haltungsprobleme und deren Behandlungen bzw. Beseitigung .
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer (0234) 950 822 92 zur
Verfügung.
Für weitere Infos klicken sie bitte hier: Infos für Tierfreunde Sie gelangen dann auf die Infoseiten unseres Partners
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"Bund
Deutscher Tierfreunde e.V." Förderung des Tier-, Natur- und Artenschutzes
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Verletzte Fundtiere
Rechtzeitige Meldung entscheidet darüber, wer die Kosten trägt
Findet man
auf der Straße ein verletztes Tier, das offensichtlich ohne Halter ist, hilft
man ihm und bringt es wahrscheinlich zum Tierarzt. Es ist nur zu
verständlich, dass sich in dieser nicht alltäglichen Situation kaum jemand über
die möglichen finanziellen Konsequenzen Gedanken macht. Noch weniger darüber,
dass ein Fundtier meldepflichtig ist. Und zwar unverzüglich. Soll heißen,
noch vor dem Besuch beim Tierarzt!
Die Reihenfolge, nämlich erst Fundmeldung und dann Tierarzt, entscheidet
darüber, ob man als Finder auf den Tierarztkosten sitzen bleibt oder nicht und
ob man sich wegen Unterschlagung einer Fundsache strafbar macht. Um ein Fundtier
handelt es sich, wenn sich das Tier verirrt hat bzw. dem Besitzer dauerhaft
entlaufen ist oder wenn das Tier verloren gegangen und der Besitzer unbekannt
ist.
Im Gegensatz dazu gehören herrenlose Tiere niemandem. Dies ist bei Wildtieren
der Fall oder bei Tieren, an denen der Eigentümer sein Eigentum durch z. B.
Aussetzen aufgegeben hat. Die Unterscheidung, ob es sich bei dem gefundenen Tier
nun um ein Fundtier oder ein herrenloses Tier handelt, ist im Einzelfall sehr
schwierig. Für die Übernahme der Tierarztkosten aber ist die Unterscheidung
ausschlaggebend, da die Gemeinden sich nur um Fundtiere nicht aber um
herrenlose Tiere kümmern müssen.
Da das Aussetzen und unversorgte Zurücklassen eines Tieres gemäß §3 Nr. 3
Tierschutzgesetz verboten und mit einem Bußgeld bis 25.000,- Euro belegt ist,
geht man zu Gunsten des Eigentümers im Zweifelsfall davon aus, dass es sich um
ein Fundtier handelt, bis das Gegenteil bewiesen ist. Gemäß §965 BGB ist der
Finder verpflichtet, unverzüglich Anzeige beim Eigentümer oder wenn der
unbekannt ist, bei der zuständige Behörde zu erstatten. Zuständige Behörde
ist zunächst das Fundbüro bei der jeweiligen Gemeinde bzw. Stadt, in der das
Tier gefunden wurde. Alternativ kann das Tier auch im Tierheim abgegeben werden
und das Tierheim übernimmt dann die Fundanzeige.
Außerhalb der Öffnungszeiten des Amtes oder des Tierheims
ist
die Polizei, Telefon 110, zuständig,
die die Fundtieranzeige aufnehmen muss!
Erst danach sollte man mit einem
verletzten Fundtier zum Tierarzt fahren, da die Gemeinde die Kostenübernahme
sonst verweigern kann, weil der Status „Fundtier“ noch nicht eingetreten war.
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Geruchsentferner und Reiniger rund ums Tier
Eigener
Erfahrungsbericht mit
BIODOR® ANIMAL
Der Geruchsentferner &
Reiniger rund ums Tier
Jeder Haustierhalter
kennt das Problem - Tiergerüche, die schlecht oder gar nicht zu entfernen sind.
Unsere eigenen Erfahrungen
mit BIODOR:
Wir der Tierschutzverein Tiere in Not e.V. Bochum haben unseren
Schwerpunk in der Betreuung von Katzen und hier in der Betreuung von wild
lebenden Hauskatzen. 640 wild lebenden Hauskatzen werden zurzeit in 38
Katzenkolonien betreut. Weiter haben wir eine Aufzuchtstation, sowie eigenen OP
und Krankenstation. In den letzten Jahren haben wir über 4200 wild lebende
Hauskatzen kastriert.
Wir kämpfen immer mit starken Geruchsproblemen speziell bei unkastrierte Kater,
aber auch Katzen und Katzenbabys bereiteten uns immer wieder
Geruchsprobleme. Liegedecken und Handtücher als Unterlagen aber auch
Gebrauchsgegenstände usw. rochen auch nach mehrmaligem Waschen noch stark und
führten so bei der weiteren Verwendung zu Problemen nicht nur bei Tieren.
Auf Empfehlung der
Wirtschaftsgenossenschaft der Tierärzte eG
(WDT) setzten wir BIODOR ein und
sind ebenso überrascht, wie begeistert. Wir sprühen die Gegenstände (Toiletten
usw.) nach Gebrauchsanweisung ein, lassen BIODOR einwirken und die starken
Gerüche sind verschwunden.
Nun
haben wir BIODOR auch in der Waschmaschine bei unserer Gebrauchswäsche
(Unterlagen, Liegedecken usw.), ausprobiert und waren von dem Ergebnis
begeistert.
Selbst der stärkste Geruch (Katerurin) war verschwunden. Die Wäsche wurde in
der Waschmaschine mit BIODOR eingeweicht und zwar haben wir das so gemacht:
Die Wäsche kam in die Maschine, ca. 50ml BIODOR dazu, die Maschine eingeschaltet
und Wasser holen lassen, kurz vermischen lassen, die Maschine abgestellt und 6 –
8 Stunden einwirken lassen. Nach dieser Zeit haben wir die Wäsche in der
Maschine gespült und anschließend gewaschen wie immer.
Wäschestücke, die z. B. von Katzen markiert oder angepinkelte waren, aber nicht
in die Maschine können, haben wir in einer Schüssel mit ca. 50ml BIODOR und
Wasser eingeweicht, 6 – 8 Stunden einwirken lassen und dann mit der Hand
gewaschen. Auch hier waren die Gerüche verschwunden.
Hier ist keine Zauberei
im Spiel - sondern hier arbeitet die Biologie für uns.Hier die Erklärung
(Auszüge aus der
Anwendungsanleitung):
BIODOR ist ein
Flächenreiniger und Geruchsvernichter als Konzentrat für das Wisch- oder
Sprühverfahren.
Geeignet für alle Flächen, inkl. Textilien.
Unbedenklich auch bei direktem Kontakt mit Tieren, pH Wert: 7,0.
Biodor beseitigt bei
einer exzellenten Reinigungsleistung Gerüche, die durch Zersetzung organischer
Stoffe wie Urin, Speichel, Kotwasser oder Schweiß entstehen. Dazu dringen die
in Biodor enthaltenen Mikroorganismen tief in die Poren der Oberfläche ein und
zersetzen die dort abgelagerten, geruchsentwickelnden organischen Rückstände.
Verbessert nachweislich die Hygiene.
Geruchsproduzierende Keime werden verdrängt. Keine Keime mehr - kein Geruch.
Anwendbar in dem gesamten Tierhaltungsbereich, so wie Tierarztpraxen,
Wartezimmer, Sanitärbereich, Tierstation und auch Bereichen wie Katzenklo, etc.
Und
was die Profis nehmen ist natürlich auch zuhause super einsetzbar.
Sehr gut für Besitzer mit
inkontinenten Tieren oder markierenden Katern geeignet.
Hinweise für den Tierbesitzer
Biodor ist das ideale
Produkt für Besitzer von Patienten mit Blaseninkontinenz,
Verhaltenauffälligkeiten, wie: "Protestpinkeln", Reviermarkierung, etc. in der
Wohnung.
Biodor hilft zudem hervorragend gegen Geruchsbelästigung durch Katzenklos.
Viele
Gebrauchsgegenstände nehmen trotz Reinigung und Waschen mit der Zeit Gerüche an.
Dies führte bei der weiteren Verwendung zu Problemen mit den Tieren.
Verschmutzte Einrichtungsgegenstände besprühen mit Biodor. Nach einer kurzen
Einweichzeit sind selbst bei stark beanspruchten Gegenständen wie
Katzentoiletten alle Gerüche verschwunden.
Anwendung:
Zum Wischen und Reinigen:
75-100ml Biodor auf 5l
Wasser, nass wischen, nicht nach wischen.
50ml Biodor mit 500ml Wasser mischen, aufsprühen und einwirken lassen.
Bei sehr starken Gerüchen Biodor pur aufschäumen, den Schaum einmassieren und
einwirken lassen. Nicht abwischen oder abwaschen.
Biodor kann problemlos auf Teppichen, Polstermöbeln, Matratzen u.a.
angewendet werden.
Anwendung in der
Waschmaschine:
Verschmutzte
Textilien wie Liegedecken und Handtücher werden mit Biodor gewaschen. So
verschwindet sogar intensivster Katergeruch. Dabei ist Biodor einfach in der
Anwendung und wirkt sogar in der Waschmaschine.
Wäsche mit ca. 50 ml Biodor in der Waschmaschine geben, Maschine einschalten,
Wasser ziehen und kurz vermischen lassen, abstellen, 6 – 8 Stunden einwirken
lassen,
Wäsche in der Maschine spülen und wie gewohnt waschen.
Textilien, die nicht für die Maschine geeignet sind, einfach in einer Schüssel
mit Wasser und ca. 50 ml Biodor einweichen, 6 – 8 Stunden stehen lassen und dann
per Hand waschen.
Auch hier verschwinden unangenehme Gerüche spurlos!
Anwendungen bei Bedarf wiederholen.
BIODOR® ANIMAL erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt (Bezug über die WDT).
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Oft werden Hunde gedankenlos im
geschlossenen Fahrzeug zurückgelassen. Den wenigsten Tierfreunden ist bewusst,
welche lebensbedrohliche Situation für den Vierbeiner entstehen kann und welche
medizinischen Abläufe unter Umständen zum sofortigen Tode eines Hundes führen
können, wenn er im überhitzten Innenraum eines Fahrzeugs gefangen ist.
Nicht nur im Hochsommer, sondern im gesamten Zeitraum von April bis September,
wenn die Außentemperatur an einzelnen Tagen schon mal die 25°C - Marke überschreitet,
kann das unüberlegte Zurücklassen im geschlossenen Fahrzeug einen Vierbeiner
in größte Lebensgefahr bringen.
Bei einer Außentemperatur von 30°C im Schatten kann die Lufttemperatur in
einem geschlossenen Fahrzeug schnell auf über 45°C ansteigen. Im vorderen
Bereich des Innenraums können in Kopfhöhe bis zu 60°C, im hinteren
Sitzbereich etwa 55°C und im Fußraum immerhin noch bis zu 50°C Lufttemperatur
entstehen. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann die Oberflächentemperatur von
Lenkrad und Armaturenbrett sogar Werte von bis zu 100°C erreichen.
Diese Temperaturen können bei einem abgestellten Fahrzeug bereits nach 45
Minuten erreicht werden.
In solchen Situationen ist es nicht ausreichend, wenn das Fenster zur Belüftung
einen kleinen Spalt weit geöffnet bleibt. Diese Maßnahme führt zu keiner
bemerkenswerten Verringerung der Innentemperatur im Fahrzeug.
Können
Hunde schwitzen?
Der Hund gehört als Säugetier zu den warmblütigen Tieren und ist stets
bestrebt, seine Körpertemperatur - die bei einem gesunden Hund im Höchstfall
bei 38,5°C liegt - im Rahmen enger Grenzen möglichst konstant zu halten.
Aufgrund der Tatsache, dass der Hund kaum über Schweißdrüsen verfügt, nutzt
er andere Methoden um seine Körpertemperatur zu senken.
Durch Strahlung ist die Abgabe der Körperwärme nur effektiv, wenn die
Umgebungstemperatur geringer als die Körpertemperatur ist. Ist dies - wie z.B.
in einem geschlossenen Fahrzeuginnenraum - nicht der Fall, so nimmt der Tierkörper
zusätzliche Wärme auf.
Eine Wärmeübertragung durch Leitung entsteht bei direktem Kontakt mit einem
kühlen Untergrund, an den die Wärme abgegeben werden kann.
Mit dem Prinzip der Konvektion geschieht der Abtransport der erwärmten Luft von
der Haut über den Auftrieb, den die warme Luft erfährt. Dies funktioniert
jedoch auch nur, wenn die Umgebungstemperatur geringer als die Körpertemperatur
ist.
Diese drei im Verhältnis mit geringer Körperenergie verbundenen Methoden zur
Abgabe von Körperwärme zeigen bei einem im überhitzten und vollständig
geschlossenen Fahrzeug eingesperrten Hund jedoch kaum Wirkung.
Somit bleibt für den Hund nur die energieaufwendigste Methode, das so genannte
"Wärmehecheln", wobei die Wärmeabgabe durch eine Wasserverdunstung
durchgeführt wird.
Beim Hecheln des Hundes wird die Atmungsfrequenz von normalerweise 10 bis 30
Atemvorgängen pro Minute auf 130 bis maximal 400 erhöht. Das
Atemminutenvolumen kann dabei von 2 Liter bis auf 50 Liter zunehmen, wobei eine
Wasserverdunstung von 200 Gramm pro Stunde erreicht werden kann. Im
geschlossenen Fahrzeug führt diese vom Hund abgegebene Wassermenge zu einem
Anstieg der Luftfeuchtigkeit, was unter Umständen am Kondenswasser der von
innen beschlagenen Scheiben gut zu erkennen sein dürfte. Je länger diese
Situation andauert, umso weniger effektiv verläuft die Verdunstung.
Wenn
der Kreislauf beim Hund versagt
Die thermisch neutrale Zone - also der Temperaturabschnitt, in dem die
Stoffwechselvorgänge konstant sind und auf einem Minimum ablaufen - liegt für
den Hund bei einer Umgebungstemperatur von 20 - 25°C. Sollte die
Körpertemperatur des Hundes über die normalen 38°C hinaus ansteigen, so kann
es bereits bei 41°C zu Funktionsstörungen im Nervensystem und bei 44°C zum
Tode des Tieres kommen. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit kann das Tier bereits
bei 40°C verenden.
Manchmal tritt der Tod bereits vor Erreichen dieser Körpertemperatur infolge
eines Kreislaufversagens (Kollaps) ein, der aus der ungewohnten Stresssituation,
bedingt durch einen starken Selbsterhaltungstrieb, resultiert.
Das andauernde Wärmeempfinden verleitet den Hund dazu ein kühleres und
schattiges Plätzchen aufzusuchen, was jedoch in einem geschlossenen Wagen
ziemlich aussichtslos erscheint. Der Hund kann zusätzlich nicht einschätzen,
wie lange diese für ihn immer ungünstigere Situation anhält und unternimmt
instinktiv immer größere körperliche Anstrengungen.
Die
Symptome der Hyperthermie
Bei einer warmen Umgebungstemperatur erweitern sich die Blutgefäße und die
Haut wird stärker durchblutet. Um den Blutdruck trotzdem konstant zu halten
werden die Herzfrequenz und das Schlagvolumen ebenfalls gesteigert. An dieser
Stelle kann noch nicht von einem Leiden des Tieres gesprochen werden.
Sollte diese Hitzeeinwirkung jedoch längere Zeit andauern, kann das
Schlagvolumen trotz hohem Pulsschlag absinken und zum Kollaps führen. Die
Symptome dieser sogenannten Hyperthermie erkennt man am Hund an Ermattung,
Apathie, stark erhöhter innerer Körpertemperatur, Rötung der Schleimhäute,
beschleunigter Herztätigkeit und schwachem Puls. Dauert dieser Zustand länger
an, so kann es auch zu Aufregungserscheinungen, Krämpfen, Bewusstlosigkeit und
schließlich sogar zum Tod des Tieres kommen, der sofort oder erst nach Stunden
oder Tagen eintreten kann.
Hunde, die einmal einem solchen Hitzestress ausgesetzt waren und überlebt
haben, steigen oft über eine längere Zeit nicht mehr freiwillig in ein
Fahrzeug ein.
Nach dem Tierschutzgesetz kann das andauernde Erleben eines Hundes, der 90
Minuten in einem etwa 45°C heißen Fahrzeuginnenraum saß, als erhebliches
Leiden eingestuft, somit als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gesehen und
mindestens als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.
Maßgeblich erscheint, dass die durch physiologische Veränderungen im Körper
des Tieres entstandenen Leiden bereits dann auftreten, wenn noch keine
bleibenden Schäden am Tier zu beobachten sind.
Wie
verhält man sich im Notfall?
Wer bei hohen Temperaturen einen Hund im geschlossenen Fahrzeug entdeckt, der
bereits die zuvor beschriebenen Anzeichen einer Hyperthermie zeigt, sollte
umgehend die Polizei über den Notruf 110 oder den zuständigen Tierschutzverein
oder Tierrettungsdienst verständigen.
Sicherheitshalber sollten aus solchen Situationen befreite Tiere umgehend von
einem Tierarzt untersucht werden.
Wahre Tierfreunde sind bei hohen Außentemperaturen stets bemüht, ihrem
geliebten Vierbeiner jeden unnötigen Aufenthalt im Fahrzeug und ein damit
verbundenes Risiko zu ersparen. Lange Urlaubsfahrten in der warmen Jahreszeit in
Begleitung eines Hundes sollten deshalb vorher gründlich durchdacht werden.
Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, als das Tier im Auto mitzunehmen,
sollten beim Abstellen des Fahrzeugs - als einzige wirksame Schutzmaßnahme -
zwei Fenster vollständig geöffnet und diese durch ein eingesetztes Gitter oder
Netz gesichert werden. Trotzdem darf der Hund keine Möglichkeit bekommen, sich
unbeaufsichtigt selbst aus dem Fahrzeug zu befreien und eine ordnungsgemäße
Sicherung des Fahrzeugs gegen Diebstahl muss ebenfalls gewährleistet sein.
Mit freundlicher Unterstützung der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche, Gebrüder-Grimm-Straße 46, 38124 Braunschweig
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Sicherungspflicht für Hunde im Auto? – Ja natürlich!
Immer
öfter werden Autofahrer zur Kasse gebeten, weil ihre Hunde nicht angeschnallt
sind.
Hier
einige Tipps wie Sie die Tiere während der Fahrt am besten sichern.
Viele
Hundebesitzer beschweren sich, weil sie zur Kasse gebeten werden. "Ich soll
Strafe zahlen, weil ich meinen Hund im Auto nicht angeschnallt hatte, das kann
doch nur ein Irrtum sein", fragt zum Beispiel ein ertappter Autofahrer,
"es gibt doch keine Anschnallpflicht für Hunde?"
Von
wegen!
Wer
einen Hund im Auto nicht sichert, begeht einen Verkehrsverstoß.
Denn ein
Autofahrer muss dafür sorgen, dass die Verkehrssicherheit nicht durch Ladung
beeinträchtigt wird (StVO § 23). Und Tiere gelten im verkehrsrechtlichen Sinne
als Ladung. Verstöße werden mit 35 € Bußgeld geahndet, bei Gefährdung
sogar mit 50 € und drei Punkten.
Hunde müssen also während der ganzen Fahrt gesichert sein - und
das nicht nur, weil es vorgeschrieben ist.
Schon bei
einem Aufprall mit 50 km/h kann im Pkw das Dreißigfache des Eigengewichts auf
einen Körper wirken. Ein mittelgroßer Hund, der z. B. 20 Kilo wiegt,
entwickelt bei einem Unfall die Durchschlagskraft von einer halben Tonne (ca.
600 kg)! Da drohen schwerste Verletzungen für Hund und Herrchen.
Anschnallen
ist daher auch bei den Vierbeinern wichtig.
Am einfachsten geht das mit Spezialgeschirren, die dem Hund über Kopf und Brustkorb gestülpt und dann am Sicherheitsgurt oder an Isofix - Haken befestigt werden. Nicht zu viel Bewegungsspielraum lassen und darauf achten, dass bei großen Hunden die Verschlüsse und Ösen aus Metall sind. Gurte kosten zwischen 25 und 40 €.
Sehr gut
untergebracht sind Hunde während der Fahrt in Transportboxen (40 bis 80 €),
besonders wenn sie direkt hinter der Rücksitzlehne und quer zur Fahrtrichtung
positioniert sind. Achtung, große Boxen müssen zusätzlich gesichert werden!
Aufwändiger
und teuer (bis 350 €) sind Trenngitter für den Innenraum oder als
Laderaumsicherung im Kombi.
Vorsicht: Netze, die nicht sicher befestigt sind, können nicht verhindern, dass
ein großer Hund samt Netz nach vorne fliegt.
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Schokolade:
Für Hunde eine tödliche Gefahr!
Schokolade, köstliche
Pralinchen - wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen?
Und wer hat nicht schon
- Hand aufs Herz! - seinen vierbeinigen Liebling an diesem Genuss teilhaben
lassen?
Nichts dabei passiert?
Glück gehabt - dann war die Dosis zum Glück zu gering.
Denn was beim Menschen eher Probleme auf den Hüften verursacht, kann für Hunde
tödlich sein.
Speziell
der Hund ist durch Kakaoprodukte erheblich gefährdet, da sie die Wirkstoffe
Theobromin und Koffein enthalten.
Die tödliche
Dosis an reinem Theobromin wird für den Hund mit 100 - 200 mg/kg angegeben, das
heißt: Etwa drei Tafeln Vollmilchschokolade oder nur eine Tafel
Zartbitterschokolade können einen 10 - 15 kg schweren Hund töten!
Die Hunde zeigen 4 - 12 Stunden nach der Aufnahme Erbrechen und Durchfall, im
weiteren Verlauf Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinterhand,
Delirium und plötzlichen Tod durch Herzversagen.
Hunde, die an Epilepsie
leiden, können schon auf wesentlich geringere Dosen von Theobromin mit Anfällen
reagieren.
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Katzenkiller Teebaumöl!
Teebaumöl kann für Katzen tödlich sein.
In den
letzten zehn Jahren gibt es einen neuen Boom auf dem Sektor der alternativen
Heilmittel wie z.B. Teebaumöl.
Doch was für Menschen gut ist, kann für
Tiere tödlich sein.
Immer häufiger tauchen in Tierarztpraxen
besonders Katzen mit merkwürdigen Symptomen wie Taumeln, chronische Abmagerung,
Zittern, Unruhe und Schwäche auf.
Nicht selten ist die
Ursache eine Teebaumöl-Vergiftung, die oft mit Koma und Tod der Katze endet.
Die häufigste Ursache: Teebaumöl wird von
Frauchen oder Herrchen bei Katzen gegen Flöhe eingesetzt.
Selbst wenn Katzenhalter nur wenige Tropfen Teebaumöl auf das Fell der Katze
tropfen, so können die Tiere bei der Fellpflege giftige Mengen aufnehmen und
erkranken. Auch Langzeitschäden sind nicht auszuschließen.
Darum fragen Sie vor der Anwendung alternativer Heilmittel unbedingt ihren Tierarzt.
Rauchen
gefährdet ihre Katzen!
"Rauchen
schadet Ihrer Gesundheit..." - das sollte mittlerweile wohl jedem bekannt
sein.
Weniger bekannt ist allerdings die Tatsache, dass das Rauchen für Tiere eine ernst zu nehmende Bedrohung darstellt.
Passiv rauchende Katzen erkranken doppelt so häufig an Krebs wie ihre Artgenossen, die in einem Nichtraucherhaushalt leben.
Dies ergab eine Studie der
Universität Amherst, USA. Die Forscher untersuchten 180 Katzen, die wegen eines
Lymphoms in tierärztlicher Behandlung waren.
Je länger und je stärker die Tiere dem Zigarettenrauch ausgesetzt waren, desto
größer war für sie das Risiko, an der bösartigen Schwellung des Lymphgewebes
zu erkranken.
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Nicht nur fast alle Haus- und Nutztierarten,
sondern auch wir Menschen, können von Hautpilzen befallen werden. Diese
mikroskopisch kleinen Organismen siedeln sich im Fell, Haar und auf der Haut an
und erzeugen tausende von Pilzsporen, die der Weiterverbreitung dienen.
Sowohl durch direkten Kontakt als auch durch Futtermittel, Pflegeutensilien,
Decken und andere Gegenstände kann die Erkrankung von Tier zu Tier, vom Tier auf
den Menschen, vom Menschen aufs Tier und von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Auch wenn Tiere oder Menschen keine sichtbaren Hautveränderungen mehr
aufweisen, können sie nach einer Infektion noch vereinzelt Sporen tragen.
Pilzsporen kommen überall in unserer Umgebung (Garten, öffentliche
Verkehrsmittel usw.) vor und können jahrelang infektiös bleiben.
Leider ist z.B. der “Microsporum canis”
(gängigste Pilzinfektion bei Katzen) keine Seltenheit.
Die Katze ist ein „natürlicher Wirt“ für die Pilzsporen und etwa 20 % von ihnen
sind nicht erkennbar infiziert. Vor allem bei Zuchten, Tierheime oder Pensionen,
sowie bei wildlebende Hauskatzen (also generell bei Mehrtierhaltung) besteht
eine erhöhte Infektionsgefahr.
Eine wesentliche Rolle beim Ausbruch des Hautpilzes spielt das Immunsystem der Katze. Das Immunsystem der Katze ist besonders stressanfällig, Besitzerwechsel, Trennung aus der gewohnten Umgebung usw. ist für die Katzen mit besonders viel stress verbunden. Gestresste, geschwächte, unterernährte, trächtige oder säugende Katzen stehen besonders in der Gefahr der Infektion, ebenso wie Jungtiere. Je stressfreier ein Tier gehalten wird, je gesünder, guternährter und abwehrstärker ein Tier ist, desto geringer ist eine zu erwartenden Infektion.
Bei der Anschaffung eines neuen Tieres kann man ein gewisses Infektionsrisiko nicht ausschließen.
Bei erkrankten Tieren finden sich als
typische Hautveränderungen kreisrunde haarlose Stellen, hauptsächlich am Kopf,
am Hals, in Ohrnähe oder an den Gliedmaßen.
Sie sind mit Schuppen oder Borken belegt und zur geschlossenen Felldecke hin mit
einem roten, entzündeten Randsaum begrenzt. Teilweise können diese Veränderungen
mit deutlichem Juckreiz verbunden sein. An derart vorgeschädigten Hautstellen
haben auch Bakterien leichtes Spiel und können das Krankheitsbild deutlich
komplizieren.
Darüber hinaus gibt es auch atypische Verlaufsformen, die je nach Tierart,
Pilzart und Abwehrlage des Tieres variable Hautveränderungen hervorrufen.
Deshalb sollten alle Tiere mit
deutlichen Hautveränderungen frühzeitig tierärztlich untersucht werden.
Kommt es zu einer Ansteckung des Menschen,
verursachen Dermatophyten meist nur einen rötlichen, linsengroßen schuppigen und
juckenden Hautausschlag, meist an Unterarmen, Beinen oder im Gesicht.
Bei einem gesunden Menschen wird in der Regel das Immunsystem selber mit der
Infektion fertig. Gegen den Juckreiz werden pilz- und sporenabtötende Salben,
Lotionen verwendet. Nach einer durchgemachten Pilzinfektion ist der Organismus
meistens über Jahre gegen eine neue Ansteckung immun. Bei immungeschwächten
Personen und Kindern kann es in seltenen Fällen aber auch - wie bei den Tieren
selbst - zu Organbefall kommen.
Bei Erkrankungen von Tier oder Mensch sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Vorbeugend sollte auf ein gestärktes Immunsystem und normale Hygiene geachtet werden.
Zur Behandlung bei Tier
und Mensch stehen pilz- und sporenabtötende Salben, Lotionen, Sprühlösungen und
Tabletten zur Verfügung.
Die Heilung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Sie schützen dadurch sich und Ihre Katze.
Pflichtkennzeichnung bestimmter Vögel, Säugetiere
und Reptilien
Mit
freundlicher Unterstützung des
Umweltamt
der Stadt Bochum
Am
01. Januar 2001 trat in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht für zahlreiche
besonders geschützte Tierarten in Kraft. Die Neufassung der
Bundesartenschutzverordnung von Oktober 1999 sieht vor, dass nun auch private
Halter und Züchter ab diesem Zeitpunkt bestimmte lebende Vögel, Säugetiere
und Reptilien "unverwechselbar und dauerhaft" kennzeichnen müssen.
Dies
gilt nicht nur im Falle der Vermarktung, sondern bereits für den Besitz der
Tiere. Betroffen sind neben einigen Säugetieren (z.B. Lemuren, Makis, Affen)
vor allem folgende Arten:
Amazonen,
Kakadus, Ara, Graupapageien, Sperlingsvögel
Reptilien
des Anhangs A der Verordnung EG Nr. 338/97 u.a. Griechische- und Maurische
Landschildkröten, Madagaskar-Boa, Europäisches Chamäleon, Wiesenotter.
Mit
der neuen Kennzeichnungsregelung, die für einen Teil der EG-rechtlichen geschützten
Tiere im Falle eines Verkaufs bereits seit Mitte 1997 gilt, soll der illegale
Handel mit geschützten Arten weiter eingedämmt werden. Die Kennzeichnung
erleichtert es zugleich den Haltern, den legalen Erwerb dieser Tiere
nachzuweisen.
Als
Kennzeichen ist bei Vogelarten in erster Linie der Fußring, bei anderen
Wirbeltierarten der Transponder (implantierter Mikrochip) vorgeschrieben. Seit
dem 22. September 2001 kann die Individualerkennung mittels Fotodokumentation
anstelle der Kennzeichnung mit dem Transponder vorgenommen werden. Dabei sind
die vom Gesetzgeber formulierten Vorgaben zu beachten.
Die
Kennzeichnung mit dem Transponder scheidet aus, soweit die Tiere weniger als 300
Gramm (bei Schildkröten weniger als 500 Gramm) wiegen oder ein solches Gewicht
nicht erreichen können.
Schildkröten
sind erst nach Beendigung des Winterschlafes zu kennzeichnen.
Das
Bundesumweltministerium hat im Frühjahr des Jahres 2001 zwei Vereine
zugelassen, die allein befugt sind, diese Kennzeichen an Halter und Züchter in
Deutschland auszugeben. Dies sind der Bundesverband für fachgerechten Natur-
und Artenschutz (BNA) und der Zentralverband zoologischer Fachbetriebe (ZZF).
Beide Vereine halten entsprechendes Informationsmaterial bereit und nehmen
Bestellungen für Kennzeichen entgegen, die jeweils zum Jahreswechsel
ausgeliefert werden.
Ausführliche
Auskünfte zur Anwendung der Artenschutzbestimmungen erhalten Sie im Umweltamt
der Stadt Bochum bei:
Frühkastration von Katzen
Von Barbara Willms
Katzen
sind sehr fruchtbar
Rein rechnerisch können aus einem einzigen Katzenpaar und seinen Nachkommen in
zehn Jahren 80 Millionen Katzen werden!
Aber wohin mit dem Nachwuchs?
Auf diese Frage gibt es keine zufrieden stellende Antwort. Verwilderte
Hauskatzen drängen sich längst auch in Deutschland am Rande der Städte, auf
verlassenen Fabrikgeländen und anderen unwirtlichen Plätzen – dort
endet so mancher „süße, kleine“ Welpe, weil die Besitzer der Mutterkatze
sich letztlich doch nicht darum kümmern, was aus jedem Katzenkind später wird.
Es gibt aber leider keinen brauchbaren natürlichen Lebensraum für die
Nachfahren der Tiere, die sich der Mensch über Generationen zu Haustieren
herangezogen und erzogen hat.
Katzenelend
massenhaft
Die
vielen verwilderten Katzen finden weder ausreichend Nahrung noch gibt es echte
natürliche Feinde. Wäre der Lebensraum intakt, dann gäbe es, wie immer bei
einem natürlichen Gleichgewicht, andere wild lebende Tiere, die die Katzen als
Nahrung erbeuten würden. Damit würde die Zahl auf natürliche Weise begrenzt.
Solche natürlichen Feinde fehlen aber.
Stattdessen begegnen die
verwilderten Hauskatzen unkalkulierbaren Gefahren in einer vom Menschen
bestimmten Welt: Das sind Autos, die sie überfahren, Jäger, die auf sie schießen,
und sogar sadistische Menschen, die Katzen einzufangen und zu quälen versuchen –
oder zu vergiften.
Hinzu kommt: Infektionskrankheiten breiten sich massenhaft aus. Viele Katzen
leiden an Leukose oder „Katzen-AIDS“. Gerade bei der Paarung selbst (der
Kater beißt der Katze in den Nacken) und bei den vorangehenden blutigen Katerkämpfen
um die Weibchen werden häufig Krankheiten weitergegeben.
Tierschützer kastrieren verwilderte Katzen und Kater
Tierschützer versuchen in Zusammenarbeit mit Tierärzten auch in Deutschland
schon seit vielen Jahren, die verwilderten Katzen einzufangen und zu kastrieren.
Die Tiere werden mit Futter in längliche Käfige („Lebendfallen“) gelockt,
in die Tierarztpraxis gebracht und dort unter Narkose nicht nur kastriert,
sondern meist noch schnell entfloht und anderweitig verarztet. Dann werden sie
wieder frei gelassen.
Zur Klärung, da die Begriffe „Kastration“ und „Sterilisation“ oft
missverständlich gebraucht werden: Die Kastration ist die operative Entfernung
der Keimdrüsen. Beim Kater werden also die Hoden entfernt; bei der Katze die
Eierstöcke und oft auch ein Teil der Gebärmutter (wenn medizinisch notwendig,
auch die gesamte Gebärmutter) aus dem Bauchraum herausoperiert. Damit sind die
Tiere nicht nur unfruchtbar (das allein würde schon mit einer Sterilisation,
also der Durchtrennung der Samenstränge beziehungsweise Eileiter erreicht),
sondern kastrierte Tiere haben auch keinen Fortpflanzungstrieb mehr. Das
ansonsten durch die Geschlechtshormone gesteuerte typische Verhalten fällt weg:
keine Paarung, kein Katerbiss in den Nacken der Katze, keine Prügeleien der
Kater um Katzen. Damit werden nicht nur weiterer Nachwuchs und die weitere
Ausbreitung von Infektionskrankheiten verhindert, sondern es wird den
verwilderten Tieren dann auch möglich, aggressionsfreier in ihrem begrenzten
Lebensraum zusammenzuleben.
Kastrieren, bevor es zu spät ist, denn Katzen werden früher
geschlechtsreif, als man denkt.
Weibliche Katzen werden normalerweise mit etwa fünf oder sechs Monaten
geschlechtsreif. Aber, so erklärt die Tierärztin Dr. Ulrike Morys in
unserem Beitrag, es kann auch schon mit drei oder vier Monaten so weit sein:
„Bei winter- oder spätherbst geborenen Katzen haben wir das Phänomen, dass
die schon mit drei oder vier Monaten geschlechtsreif sein können; das hängt
mit der zunehmenden Tageslichtlänge zusammen. Die Tageslichtlänge hat einen
extremen Einfluss auf den Sexualzyklus, das kennen wir ja auch; im Frühling
gehen die Hormone immer so ein bisschen durch, und das ist bei Katzen auch
so.“
Generell gilt: Kater werden etwas später geschlechtsreif als die weiblichen
Katzen.
Viele Menschen, die sich vielleicht nicht so gut auskennen, rechnen allerdings
überhaupt nicht damit, dass „die Kleinen“ schon sehr bald selbst Eltern
werden können. Hartnäckig hält sich die falsche Vorstellung, Katzen könnten
erst später Nachwuchs bekommen, so zum Beispiel, wenn sie ausgewachsen seien
(das heißt mit 12 bis 14 Monaten) oder mit einem Dreivierteljahr.
Aber das alles trifft eben nicht zu, und die Idee, bis zur ersten Rolligkeit
„abzuwarten“, ist keine gute Idee. Denn oft werden die ersten Anzeichen der
Rolligkeit nicht erkannt, und das endet bei vielen Freigängerkatzen damit, dass
sie unversehens trächtig nach Hause kommen. Die Kastration mit einem
Sicherheitsabstand zur Geschlechtsreife, also je nach den praktischen Umständen
(bei verwilderten Katzen zum Beispiel, wenn es gelingt, sie einzufangen) schon
mit frühestens sechs, spätestens aber zwölf Wochen, ist die effektivste
Methode, ungewollten Nachwuchs tatsächlich zu verhindern.
Vor- und Nachteile der frühen Operation selbst
Da die Tiere ja noch längst nicht ausgewachsen sind, sind auch die
Geschlechtsorgane noch recht klein. Und dieser Umstand macht die Frühkastration
im Vergleich zu der beim erwachsenen Tier vielleicht etwas filigraner,
schwieriger. Auch besteht offenbar teilweise Unsicherheit, was die Dosierung des
Narkosemittels angeht. Für Tierärzte mit Operationserfahrung ist das aber kein
Problem. Im Gegenteil, meint die Tierärztin Dr. Ulrike Morys. Sie findet
die Operation weit unkomplizierter als die eines ausgewachsenen Tieres: „Also,
bei der Frühkastration sind die Vorteile: Wir brauchen geringe Narkosemengen;
die Tiere vertragen es sehr gut; wir haben einen sehr kleinen Schnitt; wir haben
es noch nicht mit viel Fettgewebe zu tun, denn die Tiere sind ja noch nicht
verfettet; dadurch ist die Blutungsmenge sehr viel geringer; wir haben sehr
selten Komplikationen, und die Tiere sind sehr schnell nach dem Eingriff wieder
wach, dass die also im Geschwister- oder Familienverband wieder freigelassen
werden können.“
Früh kastrierte Katzen und Kater werden minimal größer
Mit drei, vier Monaten, Kater etwas später, wären die Tiere zwar schon fähig,
Nachwuchs zu zeugen, aber sie sind noch nicht richtig ausgewachsen. Welche
Folgen hat die Frühkastration auf Entwicklung und Wachstum? Dazu finden sich,
je nach Quelle, widersprüchliche Vermutungen und Angaben. Häufig wird auf
US-amerikanische Untersuchungen verwiesen. In Deutschland existieren bislang
noch keine systematischen wissenschaftlichen Langzeitbeobachtungen, sagt Prof. Dr.
Ingo Nolte, Direktor der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen
Hochschule in Hannover, aber es gibt inzwischen doch schon einige
Erfahrungswerte. Eines ist sicher: Früh kastrierte Katzen und Kater werden
etwas größer, aber der Unterschied ist kaum sichtbar, es sind nur wenige
Millimeter. Der Grund liegt im Fehlen der normalerweise wirkenden
Geschlechtshormone, so erklärt Prof. Dr. Ingo Nolte: „Katzen, die frühzeitig
kastriert werden, also sprich vor der ersten Rolligkeit, werden größer. Das
heißt also, mit der Geschlechtsreife wird das Wachstum durch Hormone
beeinflusst, indem es dann eben beendet wird, und wenn die Rolligkeit dann eben
sozusagen nicht auftritt, dann schreitet das Wachstum auch länger fort.“
Hat
die Frühkastration Auswirkungen auf die Gesundheit?
Anders als bei der Hündin hat die Frühkastration bei weiblichen Katzen nicht
die positive Wirkung, die Entstehung von Gesäugetumoren zu verhindern, stellt
Prof. Dr. Ingo Nolte fest: „Bei der weiblichen Katze ist dieser
Zusammenhang nicht sicher nachgewiesen; grundsätzlich unterscheiden sich die
Entwicklung von Gesäugetumoren von Hund und Katze ganz erheblich, so dass also
die Frage ist, ob da wirklich ein echter Zusammenhang besteht.“ Bislang keine
Bestätigung sieht Prof. Dr. Ingo Nolte aber auch für die Befürchtung,
die Harnröhre beim Kater würde nicht richtig auswachsen und dann später
eventuell „verstopfen“: „Lässt sich eigentlich nicht belegen, auch schon
im Vergleich zum, egal, also, späteren Zeitpunkt durchgeführten Kastration
beim Kater im Vergleich zu unkastrierten Katern, lässt sich da überhaupt keine
Häufung herauslesen.“ Eine Gefahr für den Katerpenis besteht allerdings –
theoretisch –, denn zwischen dem vierten und fünften Monat löst sich
die Vorhaut ab, und wenn die Kastration genau während dieser Ablösung
stattfindet, können sich kleine „Taschen“ bilden, in denen sich später
dann Schmutz ansammelt – und das kann zu Entzündungen führen. Aber das
ist selten und lässt sich leicht vermeiden: Der Tierarzt muss eben den
richtigen Zeitpunkt wählen.
Macht jede Kastration dick?
Tendenziell ja! Alle kastrierten Katzen und Kater drohen dick zu werden. Das
liegt nicht etwa am fehlenden Jagdtrieb, denn der bleibt – ob frühere
oder spätere Kastration – voll erhalten. Es liegt daran, dass der
Geschlechtstrieb fehlt, der Katze und vor allem Kater normalerweise auf Trab hält.
Fällt der weg, haben die Tiere eine starke Antriebsquelle weniger – sie
werden ruhiger und bequemer. Sie verbrauchen also weniger Energie. Das heißt für
die Katzenbesitzer: Auf das Gewicht der Tiere achten, regelmäßig wiegen und
gegebenenfalls das Futter rationieren.
Wie
beeinflusst die Frühkastration das Verhalten?
Normalerweise
würde der mit der Geschlechtsreife einsetzende Sexualtrieb nicht nur den Körper,
sondern die gesamte Persönlichkeit und das Verhalten beeinflussen: eine Veränderung
vom verspielten Tierkind zum paarungswilligen Fast-Erwachsenen, beim Kater übrigens
weit auffälliger als bei der Katze.
Durch die Frühkastration wird diese Veränderung verhindert, erklärt
die Diplom-Biologin Dr. Willa Bohnet vom Institut für Tierschutz und
Verhalten der Tierärztlichen Hochschule Hannover: „Wenn eine Katze oder ein
Kater vor der Pubertät kastriert wird, wird man als Besitzer überhaupt keine
Verhaltensänderung merken, das heißt, die Tiere bleiben so verschmust, wie sie
es vorher waren; sie bleiben so verspielt. Sie werden sich nicht weiter als
bisher vom Haus entfernen, sie werden weiterhin guten Kontakt zu Artgenossen
haben, sofern sie das vorher auch hatten, gelernt haben.“ Die Frühkastration
macht Katzen und Kater also ein Leben lang zu verträglicheren,
„angenehmeren“ Haustieren. Das gilt vor allem für Kater.
Bei weiblichen Katzen ist der Verhaltensunterschied – abgesehen von den
(ohne Kastration eintretenden) abgegrenzten Phasen der Rolligkeit, Trächtigkeit
und Welpenaufzucht – weniger stark. Aber unkastrierte Kater sind immer
paarungsbereit, und deshalb fällt der Verhaltensunterschied zwischen
kastrierten und unkastrierten Katern auch immer stark auf.
Frühkastration bei reiner Wohnungshaltung?
Wenn es nicht darum geht, eine überraschend frühe Trächtigkeit zu verhindern,
wenn man also zum Beispiel mit zwei Katzendamen in einer Wohnung lebt und die
beiden nicht nach draußen kommen, kann man sich mit der Entscheidung für eine
Kastration mehr Zeit lassen. Dennoch ist die Kastration auch von Wohnungskatern
grundsätzlich sinnvoll, denn der einsetzende Geschlechtstrieb ist der
Hauptgrund dafür, das die männlichen Tiere ihr Revier systematisch mit Urin
markieren. Daher rät die Biologin Dr. Willa Bohnet: „Beim Kater würde ich
auch sagen, auf jeden Fall kastrieren, weil man dann nämlich die Geruchsbelästigung
nicht hat, und bei einer Katze kann man das von dem Individuum abhängig
machen.“ Die Kastration wird notwendig, wenn eine frustrierte Wohnungskatze
immer wieder rollig wird. Die Dauerrolligkeit ist eine hormonelle
„Vergiftung“. Die Katze ist unübersehbar leidend und unüberhörbar
klagend. Das muss nicht passieren, aber es kann durchaus so sein. Die Katze dann
nicht kastrieren zu lassen wäre Tierquälerei.
Wie „unnatürlich“ sind Kastration und Frühkastration?
Fast jeder empfindet ein etwas befremdliches Gefühl bei der Vorstellung, dass
so junge, noch längst nicht ausgewachsene Tiere kastriert werden sollen. Schließlich
nimmt der Mensch einem Tier damit eine ganz wichtige Antriebskraft. Besonders
der so frühe Eingriff, aber auch die Kastration generell werden oft als
„unnatürlich“ dargestellt. Das sind sie zweifelsfrei auch, aber vielleicht
doch weitaus „tiergerechter“ und verantwortlicher, als es im ersten Moment
scheinen mag – wenn man sich einmal überlegt, welchen Lebensraum wir
Menschen den Tieren zugewiesen haben. Wir haben nun einmal ehemals wild lebende
Tiere über viele Generationen zu „Haustieren“ gemacht, also bewusst zu möglichst
angenehmen, unkomplizierten Gesellschaftern des Menschen. Inwieweit die
Haltungsbedingungen, die wir bieten, den nach wie vor genetisch festgelegten Bedürfnissen
der Haustiere entsprechen, wird aber viel zu wenig hinterfragt. Oft ist es
fehlendes Wissen, oft eine (als selbstverständlich angenommene) Geringschätzung
der Tiere und ihrer Bedürfnisse. Wie stark die Sexualität der Motor des Tier-
und auch des Haustierlebens ist, wird unterschätzt. Aber: Wenn sie nicht
ausgelebt werden kann (mangels Partnern und weil Nachwuchs unerwünscht ist),
ist das nicht etwa „natürlich“, sondern Tierquälerei, und daher
argumentieren viele Tierschützer auch ganz konsequent wie die Tierärztin Dr. med. vet
Ulrike Morys für die Frühkastration: „Warum soll ich einem Tier Sexualität
quasi zumuten, wenn ich von vornherein weiß, dass es die Sexualität nie
ausleben darf? Dann kann ich es ihr auch vorher nehmen, weil die Katze gar nicht
wissen wird, was sie vermisst.“
Wer dieser konsequenten Überlegung folgt, kann nur zu einem Schluss kommen:
Problematisch ist eigentlich weniger der konkrete Schritt der Frühkastration
als vielmehr das gesamte Konzept der Haltung von Haustieren unter wenig natürlichen
Bedingungen.
Fazit
Zur Verhinderung weiterer unerwünschter Vermehrung, der „Überpopulation“,
plädieren Tierschützer konsequent für die Frühkastration verwilderter
Katzen. Das gilt auch für Freigängerkatzen (es sei denn, jemand ist in der glücklichen
Lage, in einer sehr katzenarmen Gegend zu wohnen, und hat schon sichere
Interessenten für jeden zu erwartenden Welpen). Bei reiner (geschlechtlich
getrennter) Wohnungshaltung kann man eher im Einzelfall entscheiden; das gilt
vor allem bei den weiblichen Katzen.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Internet u.a. bei der Organisation
CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V., die sich engagiert für die Frühkastration
einsetzt:
Minischweine
mit
Unterstützung von:
http://minischwein.de/info.htm
Minischweine müssen mit
einer Ohrmarke gekennzeichnet sein und müssen bei der Tierseuchenkasse und den
Veterinärbehörden gemeldet werden, seuchenrechtlich gilt das Gleiche wie für
Mast- oder Hausschweine.
Herkunft
und Verbreitung
Das Minischwein kommt sowohl wild vor, z.B. in Südostasien, als auch
domestiziert, als kolumbianisches Portionsschwein, oder als Haustier. Die
asiatische Linie hat sich zum Haustier anscheinend besser geeignet,
weswegen Nachfahren von vietnamesischen Hängebauchschweinen, sowie von
asiatischen Wildschweinen, fast immer zu den Ureltern der Minischweine zählen.
In den Fünfziger-Jahren wurden erste Hängebauchschweine in europäische
Tierparks gebracht. Ihre hohe Fruchtbarkeit sorgte für eine schnelle
Verbreitung. Seit den Sechzigern wurde diese Art mit anderen kleinwüchsigen
robusten Arten gekreuzt, um ein Versuchstier zu züchten, dass dem
Menschen in vielen Eigenschaften ähnelt.
Hierbei entstand das Göttinger Minischwein und das Münchner Miniaturschwein.
Einige Tiere konnten den Todeskreislauf der Tierversuchsanstalten und
Unikliniken entkommen und gelangten in private Hände oder wiederum in
Tierparks.
In Skandinavien wurden Hängebauchschweine mit Wildschweinen gekreuzt. Das
Ergebnis, ein skandinavisches Minischwein das kleiner als seine Vorfahren war.
Nach Amerika und Kanada wurden ebenfalls südasiatische Tiere gebracht und dort
durch Kreuzungen kleiner gezüchtet. Seit in Amerika und Europa das Minischwein
als Haustier entdeckt wurde, haben sich die Bemühungen einiger Züchter,
Schweine kleiner zu züchten, gelohnt. Es gibt Minischweine, die Ausgewachsen
nicht mehr als 12 Kg. wiegen. Deutsche Minischweinkreuzungen erreichen Gewichte
zwischen 12 und 35 kg.. Die Zahl der Minischweinbesitzer in Europa ist
schwer zu schätzen. In Deutschland sind es über 1500 Minischweine.
Von einer Überzüchtung, wie beim Mastschwein ist beim Minischwein nicht zu
reden. Die Tiere sind sehr robust, kaum anfällig für Krankheiten und
ertragen deutsche Außentemperaturen, sofern sie eine Schutzhütte haben, gut.
Sie sind Stressresistent und haben keine Erbkrankheiten.
Leider sind in der letzten Zeit viele Züchter, die eher eine Vermehrung
betreiben hinzugekommen, wodurch insbesondere durch Unkenntnis der Rassen viele
unerwünschte Ergebnisse (großes Gewicht, Hautkrankheiten, etc.) herauskommen.
Größe und Aussehen
Minischweine erkennt man an einem
geraden Schwanz, am Kleinwuchs bei ausgewachsenen Tieren, steife nach oben
stehenden Ohren und oft einem zu groß geratenem Kittel. Das Aussehen der
Minischweine variiert. Oft findet man gestauchte Schnauzen mit Hautfalten,
aber auch lange glatte Schnauzen. Der Rücken ist meist gerade bis leicht
durchhängend. Die Farbe der Minischweine ist meist Schwarz oder schwarz-weiß,
Pinto und Reinweiß sind seltener. Münchner Miniaturschweine sind
Rehbraun, haben eine lange glatte Schnauze und werden bis 65 kg schwer.
Die Minihängebauchschweine sind vom Äußeren ein Hängebauchschwein erreichen
aber bei weitem nicht die Größe und das Gewicht eines echten
Minischweins. Die meisten in Deutschland vorkommenden Minischweine dürften
von Göttinger Minischweinen abstammen. Minischweine werden ca. 12 bis 15 Jahre
und manchmal älter. Die Erfahrungen haben gezeigt, das Schweine zwischen 15 und
25 Kilo am handlichsten und robustesten sind.
Voraussetzungen für die
Haltung von Minischweinen
Minischweine sind saubere
Haustiere, mit guten Manieren, sollten aber nicht
ausschließlich in
der Wohnung gehalten werden. Wie Hunde oder vielmehr Katzen ist ein Garten ein
guter Spielplatz für Tiere.
Minischweine sollten auf keinen Fall im Zwinger oder Pferch gehalten werden, sie
merken sofort wenn sie ausgegrenzt werden. Vor allem junge Ferkel brauchen die
Familie, bzw. den Menschen als Ersatz für die Wärme der Rotte. Die
Minischweine sind deshalb sehr anhänglich und verschmust. Insbesondere in den
Zeiten, in denen das Tier allein ist, bietet ein Garten mehr Abwechslung als
eine Wohnung. Minischweine sind keine Mastschweine. Sie bewegen sich viel,
wollen auch gerne Rennen und Springen, grasen und die Sonne genießen.
Ausreichend Aufenthalt im Freien (Sommer wie Winter) ist wichtig und absolut
erforderlich für eine gute gesundheitliche Entwicklung der Minischweine.
Reiner
Wohnungshaltung ist nicht
artgerecht und nach dem Tierschutzgesetz somit nicht erlaubt.
Irgendwo im Garten wird das Minischwein sein Geschäft verrichten. Um einen
Platz hierfür dem Minischwein vorzugeben, nimmt man einfach etwas Kot und legt
es an die betreffende Stelle. Wenn dieser Toilettenplatz regelmäßig gereinigt
wird, wird das Minischwein nirgends anders sein Geschäft verrichten wollen.
Vorsicht bei Futterumstellung oder Diätbeginn, sowie ein Hund oder eine
Katze, macht ein Schwein auch mal aus Protest daneben. Bei reiner
Freilandhaltung kann man Minischweine weiden lassen.
Fütterung
und Pflege
Schweine erwecken den Eindruck als hätten sie ständig Hunger. Das verleitet
dazu, sie ständig zu füttern und somit zu verziehen. Morgens und Abends
eine Portion von 100 - 150 gr. Trockenfutter für ein 15 kg
Schweinchen ist genug. Füttern Sie wenn möglich draußen, so hat das
Tier immer einen Grund mit nach draußen zu gehen (auch bei schlechtem Wetter).
Lässt man das Schweinchen dann noch ein wenig länger im Garten verrichtet es
in der Regel gleich sein Geschäft.
Das Futter kann ein vegetarisches Müsli- oder Pelletfutter sein. Gerste,
vermalztes Getreide, Luzernemehl, Hafer, ein wenig Mais und die für Pferde üblichen
Vitamine und Mineralienzusätze. Der Rohproteingehalt sollte zwischen 10
und 15 Prozent liegen. Der Rohfettgehalt zwischen 2 und 3,5 Prozent.
Inhaltsstoffe finden Sie auf der Packung.
Die Futterkosten liegen bei 15 - 30 Mark für 25 kg. Bieten Sie Ihrem
Minischwein öfters mal Holzkohle an. Falls die Tiere es benötigen frischen Sie
damit Ihren Eigenbedarf an Mineralstoffen wieder auf.
Füttern
Sie niemals Schweinefleisch, oder anderes Fleisch, da eine Übertragung
von Keimen nur durch sorgfältiges Überhitzen vermieden werden
kann. Auch Speiseabfälle dürfen aus veterinäramtlicher Sicht nicht verfüttert
werden.
Süßigkeiten
und gesalzte Speisen sind für Tiere ungesund.
Will man Leckerchen anbieten,
eignen sich Rosinen oder Trockenfrüchte, sowie Zwieback und trockenes
Brot. Obst und Gemüse sind als Zusatzfutter gut geeignet. Äpfel, Birnen,
Melone, Pfirsich, Kirschen, Pflaumen sind reine Leckerbissen. Bananen sind zwar
gesund, aber sehr zuckerhaltig und können Verstopfungen erzeugen, deshalb nicht
mehr als eine Banane pro Tag füttern. Beim Gemüse sind Minischweine nicht auf
alles scharf. Gerne essen sie Tomaten, Gurken, Suchini, Kürbis,
Salat, Brokkoli, Fenchel und Radieschen.
Lauch und Zwiebelgewächse wollen sie gar nicht. Kohl führt zu Blähungen
und Gerüchen. Ein Gemüsehändler in Ihrer Nähe wird Ihnen gerne seine
Reste überlassen, die man natürlich auf Fäulnis und Schimmel
untersuchen sollte, bevor man es füttert.
Rasen und Unkräuter stehen ebenfalls auf dem Speiseplan der Minischweine. Käse
und Milchprodukte zählen zu den Leckerbissen, wirken aber bei
Minischweinen wachstumsfördernd. Die Tiere brauchen unbedingt täglich frisches
Wasser.
Die Futterkosten für ein Minischwein liegen bei etwa 5 bis 10 Euro für ein
Tier pro Monat.
Zur Pflege gehören die Reinhaltung des Stalls und der Toilette. Bieten sie
immer genug Heu oder Stroh an.
Wenn die Hufe nicht auf Stein oder Asphalt laufen, sollten Sie, das gebildete
Horn herunter feilen. Man lässt dabei einen Rand von 3 - 5 mm stehen. In
der Regel lassen sich Minischweine gerne Pediküren.
An heißen Sommertagen nehmen die Tiere gern ein Bad.
Stellen
Sie dem Tier unbedingt eine Suhle bereit,
da Bremsen und andere Blutsauger es dann schwerer haben und der Juckreiz
besser behandelt wird. Auf jeden Fall sollten Sie Ihrem Schwein eine Dusche gönnen.
Schweine können nicht schwitzen. Ein Tipp: Ein Sandkasten recht feucht
gehalten wird von Minischweinen gerne als Suhle genommen. Der Sand fällt von
selbst wieder ab oder lässt sich kurz abbürsten. So ist auch im gepflegten
Reihenhausgarten eine artgerechte Schweinehaltung möglich.
Um
beim Waschen der Schweine Erfolg zu haben, nehmen sie warmes Wasser und keine
Reinigungsmittel oder Körperpflegemittel. Minischweine riechen
nicht, auch der Kot der Schweine riecht bei weiten nicht so streng wie
Hunde- oder Katzenkot. Rosa Schweine bekommen leichter einen Sonnenbrand,
als Schwarze.
Grundsätzlich
sollte den Tieren ein schattiger Platz zur Verfügung stehen.
Wenn Sie Ihr Schwein waschen achten Sie darauf, dass der Lichtschutzfaktor
der Haut (Schmutz) heruntergesetzt ist. Behandeln Sie halbjährig die
Minischweine mit einem Wurmmittel vom Tierarzt. Scheuert sich das Schwein
zu oft, sind meist Milben zu Werke. Hier gibt es Rat und Hilfe beim Tierarzt.
Um Minischweine zu halten
brauchen, Sie einen Platz im Garten mit kleiner Hütte. Die Hütte sollte
am Boden isoliert etwa 1/2 - 0,8 Qm. groß sein. Damit Ihr Haustier nicht
ungewollt auf Wanderschaft geht, ziehen Sie einen sicheren Zaun, Mindesthöhe
1 Meter. Der Futter und der Trinknapf sollte robust und schwer sein.
Wenn Sie mit Ihrem Minischwein ausgehen wollen benötigen Sie eine
starke Leine und einen doppeltes Band, das um Hals und Brust angelegt
wird.
Die Mimik und Geräusche des
Minischweins.
Die
Minischwein - Gestik kann man in drei Bereiche teilen - sozialorientierte Gestik
- Gestik im Abwehrverhalten - Sonstige Ausdrucksarten Untereinander, aber auch
gegenüber Menschen wird vieles über das Grunzen vermittelt. Das normale
tiefere Grunzen dient zur Verständigung zwischen Mutter und Kind und unter
Artgenossen. Es wird kurz und periodisch gegrunzt. So weis die ganze Sippe immer
über den Zustand aller Bescheid. Wird Futter gefunden, hören die anderen
durch den Grunz - Ton davon. Wird eine Gefahr gewittert, so weis
jedes Tier gleich Bescheid und auch welches Einzeltier davon betroffen
ist. Nähern sich einzelne Tiere, wird das Grunzen heller und
liebreizender, bzw. bei Ablehnung wiederum tiefer. Minischweine wedeln die
meiste Zeit mit dem Schwanz und reiben sich gerne das Fell. Wenn Gefahr
droht schrecken alle Tiere nach oben und stellen sich aufmerksam und
angespannt hin. Fühlen sich Minischweine bedroht bellen Sie laut und
bewegen sich ruckartig entweder auf die Gefahr zu (vor allem bei Müttern
mit Nachwuchs), oder meistens etwas zurück von der Bedrohung.
Gegebenenfalls greifen sie an und versuchen den Gegner zu überrennen oder
wegzustoßen. Sobald das Minischwein einen bekannten Geruch wahrnimmt
stoppt es seine Attacke. Minischweine müssen alles beschnuppern. So erkennen
sie am Geruch ob etwas essbar ist oder nicht, wer gerade kommt und wo sie
sich gerade befinden. Sie sind kurzsichtig und orientieren sich bei größeren
Arealen schon im Alter von zwei Tagen am Geruch, finden so auch automatisch die
Toilette der Eltern. Sie hören ebenfalls gut. Erkennen das Geräusch der Autos
der Herrchen/Frauchen, sowie Stimmen und unterschiedlich klingende Wörter.
Minischweine haben keine ausgeprägte Gesichtsmimik. Alle Schweine lassen sich
gerne am Bauch kraulen. Möchten sie etwas haben, stupsen Minischweine mit
der Schnauze oder zeigen gelernte Kunststückchen, wie z.B. 'Männchen
machen', 'Küsschen geben' oder 'Huf geben'. Morgens laufen sich die Tiere
erst mal warm, schlagen ein paar Haken und rennen hin und her. Wenn es
regnet zieht das Minischwein sich ins Haus zurück. Wenn es kalt ist geht
es auch nicht viel nach draußen. In der kalten Jahreszeit wird viel gedöst.
Hat ein junges Schwein große Angst schreit es hell und schrill.
Minischweine schreien nicht wie Mastschweine bevor sie gefüttert werden.
Im Gegensatz zum Hund sind Schweine leise Tiere. Sie gehen frühzeitig
schlafen und machen nachts keinen Krach. Das Grunzen tagsüber ist leise
und wird als angenehm empfunden, ähnlich dem Schnurren einer Katze.
Quieken tun nur Ferkelchen und junge Schweine.
Auf
was sollte man bei Kauf eines Minischweins achten?
Minischweine
bekommen sie auch beim Tierschutz, bitte gehen Sie zuerst hierhin. Kaufen Sie
keine Minischweine, wenn nicht eindeutig Rasse, Zuchteltern und Züchter bekannt
sind. Minischweine kosten soviel wie Hunde. Nicht selten kauft man ein kleines
Ferkelchen, das dann nach einem Jahr 100 Kg auf die Waage bringt.
Voraussetzung für ausbleibende
Enttäuschungen ist, dass Sie sorgfältig auswählen bevor Sie ein Minischwein
kaufen. Kaufen Sie keine Schweine aus unkontrollierter Inzucht.
Die Bestände müssen ordnungsgemäß gefüttert werden. Auf keinen Fall darf
Fleisch, Aß oder Tiermehl gefüttert werden.
Die Züchter sollten einen Gesundheitsnachweis aufgrund einer Blutuntersuchung
haben. In der Regel wird die Blutuntersuchung bei jedem Wurf an einem
Ferkel durchgeführt und bezeichnet den Gesundheitszustand der ganzen
Familie.
Auch
Minischweine müssen mit einer Ohrmarke eindeutig gekennzeichnet
sein!
Katzenschnupfen
Von
Vereinstierarzt Siegfried Finke
Krankheitserreger
Unter dem Begriff
Katzenschnupfen werden ursächlich unterschiedlich aber hinsichtlich der
Krankheitsanzeichen ähnlich verlaufende Infektionen der Katze zusammengefasst.
Die Bezeichnung Katzenschnupfen suggeriert beim Laien - in Anlehnung an den
Schnupfen des Menschen - meist eine leichte, nicht immer behandlungsbedürftige
Erkrankung. Dies ist grundlegend falsch.
Der Katzenschnupfen ist eine lebensgefährliche Infektionskrankheit.
An dem
Katzenschnupfenkomplex können mehrere Erreger beteiligt sein:
Viren: Felines Herpesvirus,
Felines Calicivirus-, Picornaviren, Retroviren und Parainfluenzaviren
Bakterien: Chlamydien und Mykoplasmen
Infektionsquellen und Übertragung
Infektionsquelle sind ausscheidende Katzen. Die Übertragung erfolgt durch das
Einatmen der Erreger (Tröpfcheninfektion) und wird in geschlossenen Räumen
(Ausstellungshallen, Pensionsräume etc.) durch Luftgebläse und Klimaanlagen
begünstigt.
Eine weitere Übertragungsquelle ist auch der Mensch (Schuhsohlen, Kleidung,
Hände, Verwendung von Gegenständen, die mit dem Virus in Berührung gekommen
sind, wie Katzenkörbe, Futter- und Wassernäpfe etc.).
Darum sind Katzen die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden
genauso gefährdet wie Freigänger.
Empfängliche
Arten
Obwohl (ungeimpfte) Katzen jeden Alters erkranken können, sind Katzenbabys
besonders gefährdet. Ebenfalls stark gefährdet sind Katzen in Tierpensionen,
Kliniken, Tierheimen und Katzen mit Auslauf. Ein Wurmbefall führt zu einer
Überlastung des Immunsystems und begünstigt somit das Ausbrechen der Erkrankung.
Krankheitsanzeichen
Die Krankheit beginnt mit tränenden Augen, klarem, wässrigem Nasenausfluss,
leichtem Appetitmangel, Niesen und eventuell leichtem Fieber. Was zunächst so
"harmlos" beginnt wird bald mit sehr ernsten Symptomen fortgeführt: eitriger
Nasen- und Augenausfluss, schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase und im
Mund, hohes Fieber, totale Futterverweigerung (wegen der Geschwüre kann das
Futter nicht mehr abgeschluckt werden) und starker Gewichtsverlust.
In den Geschwüren siedeln sich Bakterien an und komplizieren das Krankheitsbild
zusätzlich. Bei Katzenbabys verkleben zudem die Augen sehr schnell und es bildet
sich Eiter, der das Auge zerstört.
Unbehandelt führt die Erkrankung zum Tode des Tieres.
Behandlungsmöglichkeiten
Mit Immunserum (Feliserin®
IDT GmbH) ist eine gezielte Behandlung (Antikörper gegen Antigen) möglich. Ohne
Infusion hat das Tier kaum eine Überlebenschance. Weiter Einzelheiten werden
aufgrund der Komplexität des Themas hier nicht weiter aufgeführt. Zusammen mit
anderen flankierenden Maßnahmen (z.B. kortisonhaltige Augensalbe) werden bei
erwachsenen Katzen gute Erfolge erzielt.
Extrem wichtig, ist nach unseren eigenen Erfahrungen, die
frühzeitige Behandlung mit Immunserum.
Wenn die Krankheit schon weit
fortgeschritten ist, kann aber auch die beste Therapie versagen (zumindest aber
sehr lange dauern) vor allem bei Katzenwelpen!
Vorsorge
Grundimmunisierung der Mutter und der Welpen und Wiederholen der
Schutzimpfung alle 12 Monate.
Die Impfung gegen
Katzenschnupfen ist zwar verlässlich, jedoch nur gegenüber den Erregern, die im
Impfstoff enthalten sind (es sind in keinem Impfstoff alle Erreger enthalten!).
Bei hohem Infektionsdruck (Teilnahme an Ausstellungen, Pensionsaufenthalt,
Klinikaufenthalt) kann eine Infektion auch bei richtig geimpften Katzen nicht
absolut ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund kann vor der Teilnahme an
Ausstellungen oder vor einem Pensionsaufenthalt die Katze zusätzlich durch ein
Serum vor einer Ansteckung geschützt werden. Zu diesem Zweck wird Feliserin®
ca. 2-3 Tage vor dem Termin verabreicht. Das Serum schützt die Katze für einen
Zeitraum von ca. 2 Wochen vor Katzenseuche und Katzenschnupfen.
Nach einer Behandlung mit Feliserin® soll die Katze ca. 1-2 Wochen lang nicht
gegen Katzenschnupfen geimpft werden. Der Impferfolg gegen Katzenseuche
(Panleukopenie) wird hingegen nicht beeinträchtigt.
Noch ein Wort zum Impfen:
Immer wieder hören wir von Tierhaltern: „Wir lassen nicht impfen,
weil wir gehört haben,
das Impfen so viele Nebenwirkungen hat. Von Abszessen bis zu tödlichverlaufenden
Reaktionen auf die Impfung wird berichtet.“
Mag sein, dass es solche
Ereignisse gegeben hat.
Wir haben in den letzten
Jahren tausende Hunde und Katzen impfen lassen, in keinem Fall hatten wir solche
Nebenwirkungen.
Wohl hatten wir viele Hunde
und Katzen die an schweren Virusinfektionen erkrankt waren und teilweise
qualvoll gestorben sind. Alle diese Tiere waren nicht geimpft.
Eigene Erfahrungen
Wir impfen (Seuche, Schnupfen
und Chlamydien als Kombi) zweimal im Abstand von 3 bis 4
Wochen und dann jährlich. Über die jährliche Impfung kann man geteilter Meinung
sein und es wird auch viel diskutiert. Wir werden wegen unseren eigenen
Erfahrungen weiter jährlich impfen und lassen uns auch davon nicht abbringen.
Darum bitten wir alle
Tierhalter lassen Sie alle Ihre Tiere impfen und zwar regelmäßig.
Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, der wird Sie gut beraten.
Denken Sie daran:
Die beste Vorbeugung ist die Impfung, sie ist einfach und kostengünstig. Eine
Erkrankung ist grausam, wenn nicht tödlich und die Behandlung ist sehr teuer.
Vor allen denken Sie an das Leiden der Tiere.
Katzenseuche
Von
Vereinstierarzt Siegfried Finke
Krankheitserreger
Die Erkrankung ist sehr
ansteckend und wird durch ein kleines Virus, das Parvovirus, verursacht.
Pavoviren gehören zu den widerstandsfähigsten Viren überhaupt, überleben sehr
lange (Monate bis Jahre)
in der Umgebung und können nur durch wenige Desinfektionsmittel unschädlich
gemacht werden. Das Hunde-Parvovirus ist eng mit dem Katzen-Parvovirus verwandt,
hat aber andere biologische Eigenschaften und ist unter natürlichen Bedingungen
für Katzen nicht ansteckend. In nicht geimpften Katzenpopulationen verursacht
das feline Panleukopenievirus eine schwere Erkrankung mit häufig tödlichen
Folgen.
Infektionsquellen und
Übertragung
Das sehr
ansteckungsfähige Virus wird in großen Mengen von erkrankten Katzen über alle
Ausscheidungen (Speichel, Nasenausfluss, Tränenflüssigkeit, Kot, Harn)
abgegeben. Die Übertragung kann direkt von Katze zu Katze geschehen, wichtiger
ist jedoch die indirekte Übertragung.
Eine wichtige
Übertragungsquelle ist der Mensch (Schuhsohlen, Kleidung, Hände) und
Gegenständen, die mit dem Virus in Berührung gekommen sind (wie Katzenkörbe,
Futter- und Wassernäpfe etc.).
Damit stellt dieses Virus
eine ständige Bedrohung für ungeimpfte Katzen dar.
Deshalb sind - genau wie beim Katzenschnupfen - auch diejenigen Tiere gefährdet,
welche vorwiegend oder ausschließlich in Wohnungen gehalten werden.
Krankheitsanzeichen
Die Symptome der
Katzenseuche können variieren, von leichter Appetitlosigkeit mit anschließender
Erholung, bis hin zum Auftreten von
hohem
Fieber, schwerer Apathie,
starkem Erbrechen,
wässrig-blutigem Durchfall
und Tod innerhalb weniger Stunden oder Tage.
Manchmal treten nach einer
Ansteckung die Symptome so schnell und mit einer solchen Heftigkeit auf, dass
diese oftmals mit Vergiftungserscheinungen verwechselt werden.
Jeder Tag, der dann mit Abwarten
ohne tierärztliche Behandlung vergeht, verschlechtert die ohnehin geringen
Heilungsaussichten.
80 bis 90% der erkrankten
Katzen fallen der Katzenseuche zum Opfer und sterben einen grauenvollen Tod.
Behandlungsmöglichkeiten
Mit Immunserum
(Feliserin® IDT GmbH) ist eine gezielte Behandlung (Antikörper gegen Antigen)
möglich.
Die begleitende Behandlung richtet sich auf das Entgegenwirken der Entwässerung
der Körpers und auf die Verhinderung bakterieller Begleitinfektionen mit nicht
immunsuppressiven Antibiotika.
Weiter Einzelheiten werden aufgrund der Komplexität des Themas hier nicht weiter
aufgeführt. Zusammen mit anderen flankierenden Maßnahmen werden bei erwachsenen
Katzen gute Erfolge erzielt.
Extrem wichtig, ist nach
unseren eigenen Erfahrungen, die frühzeitige Behandlung mit Immunserum.
Auch bei der Katze (genau wie beim Hund) kann die Diagnose mit Hilfe eines Tests
(Kotprobe) gesichert werden.
Vorsorge
Die vorbeugende Schutzimpfung der
Katze ist die verlässlichste Behandlungsmethode und der beste Schutz.
Eigene Erfahrungen
Wir impfen (Seuche und Schnupfen als Kombi) zweimal im Abstand von 3 bis 4
Wochen und dann jährlich. Über die jährliche Impfung kann man geteilter Meinung
sein und es wird auch viel diskutiert. Wir werden wegen unseren eigenen
Erfahrungen weiter jährlich impfen und lassen uns auch davon nicht abbringen.
Katzenbabys sind besonders gefährdet und sterben teilweise schon nach Stunden.
Auch hier haben wir unsere eigene Erfahrung gemacht, es gab Jahre da sind uns in
wenigen Tagen alle Katzenbabys gestorben. Hilflos mussten wir dem elenden
Sterben zusehen. Seit wir ein eigenes Vorsorgeprogramm entwickelt haben und
dieses konsequent anwenden, haben keine Verluste mehr durch Katzenseuche oder
Katzenschnupfen. Wir spritzen Katzenbaby mit 3 Wochen 2ml Feliserin, mit 5
Wochen impfen wir nur gegen Seuche, mit 8 Wochen impfen wir Seuche und Schnupfen
und mit 12 Wochen impfen wir nochmals Seuche und Schnupfen.
Katzenbabys ohne Muttertier werden nach Zugang mit 2ml Feliserin und dann nach
unserem Vorsorgeplan behandelt.
In Beständen, in denen die Krankheit in den letzten 2 Jahren aufgetreten ist,
sollten die Katzen, öfter geimpft werden. Vor jeder Teilnahme an Ausstellungen
oder vor einem Pensionsaufenthalt (ca. 4 Wochen vor dem Termin) sollte die Katze
erneut geimpft werden, wenn die letzte Impfung länger als 8 Monate zurückliegt.
Sicherheitshalber kann auch eine "richtig" geimpfte Katze zusätzlich durch ein
Immunserum vor einer Ansteckung geschützt werden. Zu diesem Zweck wird
Feliserin® ca. 2-3 Tage vor Ausstellungsbeginn oder Abgabe in eine Tierpension
verabreicht. Das Serum schützt die Katze für einen Zeitraum von ca. 2 Wochen vor
einer Infektion mit dem Katzenseuche- und Katzenschnupfenerreger.
Nach einer Behandlung mit Feliserin® soll die Katze ca. 1-2 Wochen lang nicht
gegen Katzenschnupfen geimpft werden.
Der Impferfolg gegen Katzenseuche (Panleukopenie) wird hingegen nicht
beeinträchtigt.
Deshalb kann zum Schutz vor
Katzenseuche eine Simultanverabreichung von Immunserum und Seuchenimpfstoff
sinnvoll sein.
Noch ein Wort zum Impfen:
Immer wieder hören wir von Tierhaltern: „Wir lassen nicht impfen, weil wir
gehört haben, das Impfen so viele Nebenwirkungen hat. Von Abszessen bis zu
tödlichverlaufenden Reaktionen auf die Impfung wird berichtet.“
Mag sein, dass es solche
Ereignisse gegeben hat.
Wir haben in den letzten
Jahren tausende Hunde und Katzen impfen lassen, in keinem Fall hatten wir solche
Nebenwirkungen.
Wohl hatten wir viele Hunde
und Katzen die an schweren Virusinfektionen erkrankt waren und teilweise
qualvoll gestorben sind. Alle diese Tiere waren nicht geimpft.
Eigene Erfahrungen
Wir impfen (Seuche, Schnupfen
und Chlamydien als Kombi) zweimal im Abstand von 3 bis 4
Wochen und dann jährlich. Über die jährliche Impfung kann man geteilter Meinung
sein und es wird auch viel diskutiert. Wir werden wegen unseren eigenen
Erfahrungen weiter jährlich impfen und lassen uns auch davon nicht abbringen.
Darum bitten wir alle
Tierhalter lassen Sie alle Ihre Tiere impfen und zwar regelmäßig.
Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, der wird Sie gut beraten.
Denken Sie daran:
Die beste Vorbeugung ist die Impfung, sie ist einfach und kostengünstig.
Eine Erkrankung ist grausam, wenn nicht tödlich und die Behandlung ist sehr
teuer.
Vor allen denken Sie an das Leiden der Tiere.
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Die Kastration - Argumente da für und da
gegen
Wie Sie in dem nachfolgenden
Artikel "Die
Kastration"
selber lesen können - gibt kein vernünftiges Argument gegen Kastration.
Die jahrelangen Appelle und Aufklärungsaktionen an die Katzenhalter
„Lassen Sie Ihre Katzen kastrieren“,
bringen keinen Erfolg. Trotz der vielen Kastrationsaktionen der
Tierschutzvereine, bei dem jedes Jahr, allein in Bochum und Umgebung, hunderte
von wild lebenden Hauskatzen aufwendig eingefangen und dann bei einem Tierarzt
kastriert werden, geht das Elend weiter. Das hier behutsam und tiergerecht vor
gegangen wird ist selbstverständlich.
Es nimmt kein Ende, es ist wie der Kampf gegen
Windmühlenflügel.
Jedes Jahr sterben weiter unzählige Katzenbabys und Katzen einen qualvollen
Tod oder fristen ein elendes Dasein und das nur, weil sie sich unkontrolliert
vermehren. Katzen haben ein Vermehrungszwang, sie können ihr Geschlechtsleben
nicht selber steuern. Darum stehen hier wir Menschen in der Pflicht, zu Handel -
zum Wohl der Tiere.
Es wird immer
mit dem Finger auf die südlichen und östlichen Länder gezeigt und es wird mit
Recht das Dasein der Tiere angeprangert. Aber wer im Glashaus sitzt, sollte
nicht mit Steinen werfen.
Den vielen wild lebenden Hauskatzen geht es bei uns nicht viel anders, aber
viele Bürger, Ämter und leider auch viele Politiker wollen das nicht wahr haben.
Darum fordern wir Tierschützer die Städte
und Gemeinden auf, das Kastrieren von frei lebenden Hauskatzen und Hauskatzen
mit Freigang verbindlich vorzuschreiben.
Alle Fachleute, von der Tierärztekammer bis zu den Tierschützern sehen nur so
die Möglichkeit das Katzenelend zu stoppen.
Das diese Kastrationspflicht nicht von Heute auf Morgen das Katzenelend
beseitigt, ist klar. Trotzdem muss jetzt endlich gehandelt werden, denn
kastrierte Katzen bekommen keine Babys mehr. So wird das Elend mit jeder
kastrierten Katze abnehmen.
Eine Kastrationspflicht für Katzen war in Bochum und anderen Städten
leider nicht durchzusetzen.
Ohne eine solche Verpflichtung wird man das Katzenelend nicht in den Griff
bekommen.
Darum fordern wir die Aufnahme einer
Kastrationsverpflichtung in das Tierschutzgesetz, nach dem Vorbild von
Österreich und Belgien.
Die Politiker dürfen nicht weiter tatenlos zusehen,
sie müssen endlich handeln.
Das sind wir den Tieren schuldig.
Jeder kann helfen - reden Sie mit
ihren Abgeordneten und
fordern
sie zum Handeln auf, zum Wohl der Katzen.
Katzenkastration ist Tierschutz - machen Sie mit.
Die Kastration - Argumente da für und da gegen
Egal ob Kater oder Katze – der Eingriff, der unter Narkose durchgeführt wird, ist für den Tierarzt Routine und ungefährlich für die Katzen. Bei der OP werden der Katze die Eierstöcke, beim Kater die Hoden entfernt. Bei der Gelegenheit soll das Tier auch gleich tätowiert oder besser gechipt werden, so dass man es identifizieren kann, falls es mal wegläuft. Im Normalfall sind die Katzen schon nach einem Tag wieder fit und der Eingriff ist vergessen.
Je früher
der Eingriff stattfindet, umso besser für die Tiere
Heute wird im
Normalfall mit 4 bis 5 Monaten kastriert, also vor dem Eintreten der
Geschlechtsreife. Diese richtet sich jedoch nicht nur nach dem Alter, sondern
wird auch durch die Jahreszeiten beeinflusst. Werden die Tage ab Januar länger,
setzt die Geschlechtsreife – auch bei sehr jungen Tieren ein. Erfahrungen aus
den USA (hier wird seit über 50 Jahren bereits ab dem 3 Monat kastriert) zeigen,
dass keine negativen Gesundheitsfolgen auftreten. Ganz im Gegenteil: es ist
inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass kastrierte Tiere keine Tumore mehr an
den Geschlechtsorganen bekommen. Das Krebsrisiko sinkt erheblich.
Unkastrierte Tiere haben nicht nur ein höheres Krebsrisiko sondern sind auch
anderen Gefahren ausgesetzt. Beim Revierkämpfen und beim Deckakt können sie sich
mit tödlich verlaufenden Krankheiten wie FIV (Katzen-Aids), FIP (virusbedingte,
infektiöse Bauchfellentzündung), Leukose usw. anstecken. Diesem Risiko sollten
Sie Ihre Katzen nicht aussetzen.
„Eine
Katze muss einmal geworfen haben oder einmal rollig gewesen sein, bevor sie
kastriert werden soll“
Diese häufig noch vertretene Ansicht ist durch keine medizinische Begründung
gerechtfertigt.
„Kastrierte Katzen wachsen nicht mehr richtig, bleiben kleiner und werden fett“
Dieses Märchen ist ebenso wissenschaftlich widerlegt. Im Gegenteil, da die
Wachstumsphase verlängert wird, werden die Katzen und Kater mindestens genau so
groß wie unkastrierte Tiere, wenn nicht sogar etwas größer. Fett werden Katzen,
wie Menschen, durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel.
„Wohnungskatzen brauchen nicht kastriert werden“
Diese Aussage ist
Unsinn. Werden die Katzen geschlechtsreif, haben sie einen starken Drang einen
Partner zu finden. Katzenmädchen schreien sehr laut und werden extrem unruhig,
Kater neigen dazu die Wohnung mit stark riechendem Urin zu „markieren“. Sie
werden alles versuchen um einen Partner zu finden und aus der Wohnung zu
entkommen, wobei sie sich auch ernsthaft verletzen können. Katzen, die nicht
gedeckt werden, können dauerrollig werden, was wieder zu massiven
Gesundheitsproblemen führen kann.
„Meine
Kinder sollen das Wunder der Geburt erleben“
Aus diesem Grund Katzennachwuchs zu produzieren - ist grob fahrlässig. Erstens
finden die meisten Geburten nachts statt, zweitens ziehen viele Katzen sich dazu
auch zurück, weil sie keine Zuschauer wollen. Heute gibt es viele Filme über die
Geburten von Tierkindern, auf denen man viel mehr sehen kann. Außerdem steht man
hinterher vor dem Problem: „Wohin mit den Katzenkindern?“. Die niedlichen Babys
wachsen in kürzester Zeit zu erwachsenen Tieren heran und können bis zu 20 Jahre
lang leben.
„Ich
kennen Leute, die gerne Katzenbabys haben möchten“
Auch das ist kein Grund zum Züchten. Schicken Sie diese Leute zum Tierschutz –
hier findet man jedes Jahr genug Katzenwelpen.
„Die
Kastration ist teuer“
Sicher, der Eingriff kostet zwischen 70 und 100 Euro. Das sind aber doch nur ca.
5,- Euro pro Lebensjahr und bietet nur Vorteile.
Beim
Tierschutz gibt es übrigens Katzen, die schon kastriert sind.
Wie Sie selber lesen können - es gibt kein vernünftiges Argument gegen Kastration.
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Ohren reinigen - aber richtig
Um die Ohren der Katze gründlich zu
reinigen, empfiehlt es sich, einen speziellen Ohrreiniger in das
Ohr zu geben, einwirken zu lassen und dann mit einem Wattestab gründlich
den gelösten Schmutz vorsichtig zu entfernen. Vermeiden Sie eine
"stochernde" Bewegung, sondern führen Sie den
Wattestab vorsichtig mit einer leichten Drehbewegung in das Ohr -
und zwar so oft (natürlich immer wieder mit einem frischen
Wattestab) bis die Watte sauber bleibt. Lassen Sie sich diesen
Vorgang am besten einmal von Ihrem Tierarzt zeigen, dann können
Sie es in Zukunft auch selbst machen.
Was tun bei einer Gehörgangsentzündung?
Wenn Sie beim regelmäßigen Ohrenscheck eine sehr heftige Schmalzbildung feststellen oder
sogar trockenes bräunliches Sekret finden, sollten Sie sofort zu
Ihrem Tierarzt gehen. Eventuell liegt dann eine Gehörgangsentzündung
(Otitis) vor. Der frühe Gang zum Tierarzt ist deshalb wichtig,
damit sich die Entzündung nicht ausweiten kann, um dann mit
Geschwürbildung und starken Schmerzen das Wohlbefinden und die
Gesundheit Ihrer Katze zu schwächen. Die Gründe für eine
Otitis sind vielfältig, sie kann durch Fremdkörper, anatomische
Besonderheiten oder Milben hervorgerufen werden. Mit den
richtigen Mitteln, die der Tierarzt anwendet, wird es Ihrer Katze
aber schnell wieder besser gehen.
Mit Haut und Haaren schön
Katzen sind von Natur aus reinlich.
Nach einem leckeren Fressen holen sie sich eine kurze
Streicheinheit und widmen sich dann minutenlang der Schönheitspflege.
Dabei können Sie beobachten, wie beweglich Ihr Liebling ist.
Fast alle Stellen am Körper erreichen die Katzen ganz alleine.
Sollte trotzdem mal Harz oder Dreck von einem nächtlichen
Streifzug hängen bleiben, dann helfen Sie ein bisschen nach.
Nicht zerren und zupfen. Nach-folgend finden Sie Tipps, wie Sie
bei der "Katzenwäsche" aktiv eingreifen können
Wie oft sollte eine Katze
gewaschen werden?
Generell lässt sich sagen:
Eigentlich überhaupt nicht! Da Katzen ein stark ausgeprägtes
Sauberkeitsempfinden haben, sorgen sie meist selbst für die gründliche
Reinigung ihres Fells. Es kommt aber durchaus vor, dass Katzen so
stark verschmutzt sind, dass Sie sie doch einmal baden müssen.
Auch bei Waschanwendungen gegen
Allergien, Fellprobleme und zur Flohvorbeuge heißt es natürlich:
Ab in die Wanne.
Wenn das Fell so richtig verschmutzt
ist oder schlecht riecht, hilft nur eins; Waschen. Doch nicht
alle Katzen gehören zu den Pflegeleichten, viele sind auch
wasserscheu.
Wie oft sollte eine Katze gebürstet
werden?
Es kommt auf die Felllänge und
dessen Pflegeintensität an.
Kurzhaarige Katzen muss man nur
relativ selten bürsten.
Langhaarige Katzen sollten regelmäßig,
oft sogar täglich gebürstet werden. Da Katzen meist sehr
verschmust sind, wird es ihnen auch nichts ausmachen, mit einem
engzahnigen Kamm und einer Bürste "gestreichelt" zu
werden. Beim Bürsten kann man auch schnell Haarausfälle und Schädlinge,
wie Flöhe, Zecken, etc., erkennen; gegen die man dann
zielgerichtet vorgehen muss. Siehe auch Infoblatt Flöhe und
Zecken. Außerdem hilft regelmäßige Fellpflege auch gegen die
so genannten Haarklötze, die sich schnell bilden können. Wenn
es Ihnen nicht gelingt, die Haarklötze schon beim ersten
Auftreten mit dem Kamm zu entfernen, sollten Sie den Tierarzt
aufsuchen, denn der Versuch, sich selbst mit der Schere an die
"Problemstellen" zu machen, endet oft mit Verletzungen
der empfindlichen Haut der Katze.
Was bedeutet vermehrter
Haarausfall bei der Katze?
Haarausfall bei Katzen ist in den
meisten Fällen völlig normal und unbedenklich. Es handelt sich
oftmals um den normalen jahreszeitbedingtem Fellwechsel. Da viele
Katzen fast ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, ist
der "natürliche" Fellwechsel oft ein wenig
durcheinander. Das Katzenfell ist bei reinen Wohnungskatzen nicht
an Jahreszeiten gewöhnt und so kann es vorkommen, dass die Katze
das ganze Jahr über haart. Handelt es sich aber um lokal
begrenzten Haarausfall, sind häufig Hautkrankheiten,
Parasitenbefall (mit Juckreiz), Stress oder Langeweile (Lecksucht)
die Ursache. Bei der Diagnose müssen also viele Faktoren
beachtet werden. Gehen Sie in diesen Fällen unbedingt zu Ihrem
Tierarzt und schildern Sie ihm bereits bei der Untersuchung auch
persönliche Umstände, die zu Änderungen im Tagesablauf geführt
haben
Muss ich meiner Katze die Krallen
schneiden lassen?
Wenn Sie Ihrer Katze genügend Möglichkeiten
bieten, die Krallen abzunutzen, brauchen Sie üblicherweise die
Krallen nicht zu kürzen. Bei Wohnungskatzen stellen Sie einen
Kratzbaum, ein Kratzbrett oder eine andere (im Fachhandel erhältliche)
Lösung auf und führen Sie die Katze zunächst vorsichtig an sie
heran. Wenn Sie dann die Pfoten Ihres Tieres einige Male daran
"abwetzen", lernt die Katze schnell, sich von Ihren
Tapeten, Türen und Möbeln fernzuhalten.
Katzen,
die die Möglichkeit haben, sich auch draußen zu bewegen, finden
solche "Kratzstellen" meist von selbst.
Wenn
die Krallen dennoch zu lang bleiben oder zu schnell nachwachsen,
können Sie sich von Ihrem Tierarzt das Krallenschneiden zeigen
lassen und es in Zukunft selbst durchführen.
Damit die
Verdauung nicht in Teufels Küche kommt
Ob
Futterwechsel oder Verdauungsprobleme, damit Ihr kleiner Freund
stark und quicklebendig bleibt, sollten Sie auf eine ausgewogene
Ernährung achten. Hefe, wegen Ihres Eiweißgehaltes als
wertvolles Nahrungsmittel geschätzt, kann da wahre Wunder wirken.
Denn dank ihres hohen Vitamingehaltes ist Hefe eine wertvolle
Hilfe, die vielen Krankheiten vorbeugt. Und schlechte Gerüche
verduften.
Wie
erkenne ich Wurmbefall bei meiner Katze?
Wurmbefall
ist bei frei laufenden Katzen sehr verbreitet. Es wird
angenommen, dass eine von drei Katzen Würmer beherbergt. Die Stärke
der Sichtbaren Anzeichen für eine Wurminfektion hängt davon ab,
wie widerstandsfähig eine Katze ist und wie viele Würmer sie
hat. Daher können Tiere mit Würmern für die Besitzer einen
ganz normalen, "gesunden" Eindruck machen. Zu den auffälligen
Hauptsymptomen einer Wurmerkrankung gehören Erbrechen, Durchfall
oder Verstopfung und der Verlust von Gewicht und Kondition. Auch
ein stumpfes Fell kann ein erstes Anzeichen für den Wurmbefall
sein. Siehe auch Infoblatt Würmer
Fressstörungen und ihre Ursachen
Fressstörungen
bei Katzen können verschiedene Ursachen haben. Katzen sind
"Gewohnheitstiere" und reagieren auf Veränderungen
sehr sensibel. Sei es nun die Umstellung auf ein anderes Futter
oder zu viel Stress bei der Futteraufnahme (Unruhe, spielende
Kinder, zu aufregende Umgebung), die Katze kann mit
Appetitlosigkeit reagieren.
Sorgen Sie dafür, dass die Katze ihre Mahlzeiten in Ruhe
einnehmen kann und bieten sie Ihr eventuell auch verschiedene
Futtersorten an. Die Katze wird sich die "Leckerste"
schnell aussuchen. Wollen Sie das Futter langfristig umstellen,
mischen Sie die "neue" Marke zunächst im Verhältnis 1:4
unter das "alte" Futter. Nach einiger Zeit können Sie
auf 50:50 umstellen, um dann nach ca. drei Wochen nur noch das
neue Futter zu servieren.
Wenn keine der o.g. Gründe für die Appetitlosigkeit in Frage kommt, gehen Sie bitte in jedem Fall zum Tierarzt und lassen Sie Ihren Liebling untersuchen. Eventuell liegt auch ein Befall mit Parasiten vor, der Ihre Katze zur ungewollten Nulldiät veranlasst.
Was
kann ich noch für eine vernünftige Ernährung tun?
Je
nach Alter, Größe, Aktivität und Gewicht müssen verschiedene
Futtermengen der Katze zur Verfügung gestellt werden. Sorgen Sie
immer für eine regelmäßige Gabe der entsprechenden
Futtermengen und stellen Sie nur zu den festgelegten Zeiten
Futter zur Verfügung.
Eine Katze wird sonst stets und ständig das angebotene Futter zu sich nehmen und mir der Zeit immer dicker werden. Es hat sich bewährt, eine erwachsene Katze zweimal täglich zu füttern. Wenn Sie Ihrer Katze eine der vielen angebotenen "Zwischenmahlzeiten" oder "Snacks" geben, sollten Sie auch die Menge des "normalen" Futters zurücknehmen. Achten Sie immer darauf, die Katze vor Überfütterung zu schützen. Eine Katze von 4 kg Körpergewicht benötigt ca. 1.200 kJ (300 kcal), eine Katze mit 5 kg Gewicht benötigt ca. 1.400 kJ (340 kcal). Da der Kaloriengehalt auf den meisten Katzenfutterpackungen steht, wird es Ihnen nicht schwer fallen, Ihren Liebling optimal zu versorgen.
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Die beste Vorbeugung gegen Viruserkrankungen ist die Impfung, sie ist einfach
und kostengünstig.
Eine Erkrankung
ist grausam, wenn nicht sogar tödlich und die Behandlung ist sehr teuer.
Vor allen denken sie an das Leiden der Tiere.
Katzen sollten immer gegen Viruserkrankungen geimpft werden.
Viren sind sehr ansteckungsfähig und werden meistens in großen Mengen von erkrankten Tieren über alle Ausscheidungen (Speichel, Nasenausfluss, Tränenflüssigkeit, Kot, Harn) abgegeben. Die Übertragung kann direkt von Tier zu Tier geschehen, aber eine wichtige Übertragungsquelle ist der Mensch (Schuhsohlen, Kleidung, Hände) und Gegenständen, die mit dem Virus in Berührung gekommen sind (wie Katzenkörbe, Futternäpfe und Wassernäpfe etc.).
Damit stellen Viren eine ständige Bedrohung für ungeimpfte Katzen da.
Sämtliche Viruskrankheiten sind schwer oder nicht behandelbar und führen häufig bei dem erkranktem Tier zum (meistens sehr qualvollen) Tod.
Die vorbeugende Schutzimpfung ist die verlässlichste Behandlungsmethode und der
beste Schutz.
Es sollten nur gesunde, parasitenfreie Tiere geimpft werden. Lassen Sie Ihre
Katze vor einer Impfung entwurmen!
Wichtig:
Ihr Tierarzt kontrolliert den Gesundheitszustand Ihres Tieres anlässlich der
Impfung.
Impfungen bei Katzen:
Sie sollten grundsätzlich jede Ihrer Katzen gegen folgende Infektionskrankheiten
impfen lassen:
Die Übertragung dieser Viren kann direkt von Tier zu Tier geschehen, aber eine wichtige Übertragungsquelle ist der Mensch (Schuhsohlen, Kleidung, Hände) und Gegenständen, die mit dem Virus in Berührung gekommen sind (wie Katzenkörbe, Futternäpfe und Wassernäpfe etc.).
Deshalb sind auch diejenigen Katzen gefährdet, welche vorwiegend oder ausschließlich in Wohnungen gehalten werden.
Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen und wird üblicherweise mit
8. Lebenswoche begonnen und in der
12. Lebenswoche wiederholt.
Katzen mit Freigang sollten immer auch gegen Tollwut geimpft werden. Die erste Tollwutimpfung hingegen sollte nicht vor der 12. Lebenswoche erfolgen.
Nachimpfungen sollten jährlich durchgeführt werden, um einen kontinuierlichen Impfschutz zu gewährleisten.
Weiter Impfungen für ihre Katzen sind:
Fragen Sie Ihren Tierarzt - er wird Sie gut beraten.
Sie sollten jede Ihrer Katzen impfen lassen.
Noch ein Wort zum Impfen:
Immer wieder hören wir von Tierhaltern: „Wir lassen nicht impfen,
weil wir gehört haben,
das Impfen so viele Nebenwirkungen hat. Von Abszessen bis zu tödlichverlaufenden
Reaktionen auf die Impfung wird berichtet.“
Mag sein, dass es solche
Ereignisse gegeben hat.
Wir haben in den letzten
Jahren tausende Hunde und Katzen impfen lassen, in keinem Fall hatten wir solche
Nebenwirkungen.
Wohl hatten wir viele Hunde
und Katzen die an schweren Virusinfektionen erkrankt waren und teilweise
qualvoll gestorben sind. Alle diese Tiere waren nicht geimpft.
Eigene Erfahrungen
Wir impfen (Seuche, Schnupfen
und
Chlamydien
als Kombi) zweimal im Abstand von 3 bis 4
Wochen und dann jährlich. Über die jährliche Impfung kann man geteilter Meinung
sein und es wird auch viel diskutiert. Wir werden wegen unseren eigenen
Erfahrungen weiter jährlich impfen und lassen uns auch davon nicht abbringen.
Darum bitten wir alle
Tierhalter lassen Sie alle Ihre Tiere impfen und zwar regelmäßig.
Sprechen Sie mit ihrem Tierarzt, der wird Sie gut beraten.
Denken Sie daran:
Die beste Vorbeugung ist die Impfung, sie ist einfach und kostengünstig. Eine
Erkrankung ist grausam, wenn nicht tödlich und die Behandlung ist sehr teuer.
Vor allen denken Sie an das Leiden der Tiere.
Lassen
Sie sich durch Ihren Tierarzt beraten.
Die beste Vorbeugung gegen Viruserkrankungen ist die Impfung, sie ist einfach
und kostengünstig.
Eine Erkrankung
ist grausam, wenn nicht sogar tödlich und die Behandlung ist sehr teuer.
Vor allen denken sie an das Leiden der Tiere.
Hunde sollten immer gegen Viruserkrankungen geimpft werden.
Viren sind sehr ansteckungsfähig und werden meistens in großen Mengen von erkrankten Tieren über alle Ausscheidungen (Speichel, Nasenausfluss, Tränenflüssigkeit, Kot, Harn) abgegeben. Die Übertragung kann direkt von Tier zu Tier geschehen, aber eine wichtige Übertragungsquelle ist der Mensch (Schuhsohlen, Kleidung, Hände) und Gegenständen, die mit dem Virus in Berührung gekommen sind (wie Körbe, Futternäpfe und Wassernäpfe etc.).
Damit stellen Viren eine ständige Bedrohung für ungeimpfte Hunde da.
Sämtliche Viruskrankheiten sind schwer oder nicht behandelbar und führen häufig bei dem erkranktem Tier zum (meistens sehr qualvollen) Tod.
Die vorbeugende Schutzimpfung ist die verlässlichste Behandlungsmethode und der
beste Schutz.
Es sollten nur gesunde, parasitenfreie Tiere geimpft werden. Lassen Sie Ihren
Hund vor einer Impfung entwurmen!
Wichtig:
Ihr Tierarzt kontrolliert den Gesundheitszustand Ihres Tieres anlässlich der
Impfung.
Impfungen bei Hunden:
Sie sollten grundsätzlich jeden Ihrer Hunde gegen folgende Infektionskrankheiten
impfen lassen:
Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen und wird üblicherweise mit
8. Lebenswoche begonnen und in der
12. Lebenswoche wiederholt.
Bei großem Infektionsdruck können Sie Ihren Hund bereits in der 6. Lebenswoche
gegen Staupe
und Parvovirose impfen lassen.
Die erste Tollwutimpfung hingegen sollte nicht vor der 12. Lebenswoche erfolgen.
Bedenken Sie auch bitte, dass es Reisebestimmungen für Länder gibt, die Impfungen vorschreiben.
Nachimpfungen sollten jährlich durchgeführt werden, um einen kontinuierlichen Impfschutz zu gewährleisten.
Erwachsener Hund:
Sollte Ihr erwachsener Hund noch keine Grundimmunisierung bzw. gar keinen
Impfschutz haben, ist es dafür nie zu spät!
Sie sollten jeden Ihrer Hunde impfen lassen.
Fragen Sie ihren Tierarzt - er wird Sie gut beraten.
Noch ein Wort zum Impfen:
Immer wieder hören wir von Tierhaltern: „Wir lassen nicht impfen,
weil wir gehört haben,
das Impfen so viele Nebenwirkungen hat. Von Abszessen bis zu tödlichverlaufenden
Reaktionen auf die Impfung wird berichtet.“
Mag sein, dass es solche
Ereignisse gegeben hat.
Wir haben in den letzten
Jahren tausende Hunde und Katzen impfen lassen, in keinem Fall hatten wir solche
Nebenwirkungen.
Wohl hatten wir viele Hunde
und Katzen die an schweren Virusinfektionen erkrankt waren und teilweise
qualvoll gestorben sind. Alle diese Tiere waren nicht geimpft.
Eigene Erfahrungen
Wir impfen zweimal im Abstand von 3 bis 4 Wochen und dann jährlich. Über
die jährliche Impfung kann man geteilter Meinung sein und es wird auch viel
diskutiert. Wir werden wegen unseren eigenen Erfahrungen weiter jährlich impfen
und lassen uns auch davon nicht abbringen.
Darum bitten wir alle
Tierhalter lassen Sie alle Ihre Tiere impfen und zwar regelmäßig.
Sprechen Sie mit ihrem Tierarzt, der wird Sie gut beraten.
Denken Sie daran:
Die beste Vorbeugung ist die Impfung, sie ist einfach und kostengünstig. Eine
Erkrankung ist grausam, wenn nicht tödlich und die Behandlung ist sehr teuer.
Vor allen denken Sie an das Leiden der Tiere.
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Flöhe
Von Dr. med. vet.
Barbara Finke mit freundlicher Unterstützung durch die Bayer AG
Flöhe
bei Haustieren
Im Frühsommer erwachen die Ektoparasiten aus ihrem
Winterschlaf und entwickeln sich über Ei-, Larven- und
Puppenstadium zu geschlechtsreifen Flöhen. Zunächst lassen sie
sich zu einer Blutmahlzeit auf dem Haustier nieder um anschließend
in seiner unmittelbaren Umgebung (Hundelager etc) seine Eier
abzulegen und abzuwarten, bis eine erneute Nahrungsaufnahme fällig
wird. Die meisten Flöhe, bei denen beide Geschlechter mehrmals
am Tag bei einem Warmblüter Blut saugen und den Wirt danach sehr
schnell wieder verlassen, sind nicht wirtsspezifisch, so dass
sich auf einem Hund sowohl der Hundefloh, der Menschenfloh als
auch Katzen-, Vogel- und Nagerflöhe befinden kann.
Die Bedeutung der Flöhe ist in Deutschland
nach wie vor groß.
Dies ist aber kein Zeichen mangelnder
Sauberkeit oder ein Anzeichen für Vernachlässigung. Der Grund
liegt darin, dass nur 1% der Flöhe auf dem Tier sitzen, während
die anderen sich ihres Lebens in der zu 90% nichtbehandelten
Umgebung erfreuen.
Welchen
Schaden verursachen sie?
Erwachsene Flöhe leben auf der Haut und im
Fell ihres Wirtstieres. Um Blut zu saugen, von dem sie sich ernähren,
beißen Flöhe in die Haut ihres Wirtes. Diese wird dabei
verletzt und mit Flohspeichel, der Entzündungen und allergische
Reaktionen hervorruft, verunreinigt. Die Folge ist stark juckende
Pusteln und Hautveränderungen. In welchem Ausmaß das Tier auf
Flohstiche reagiert, hängt davon ab, wie stark sie mit Flöhen
befallen und wie anfällig sie sind. Es gibt Tiere, die bereits
auf wenige Flohstiche extrem allergisch reagieren. In diesen Fällen
entstehen großflächige, juckende Hautveränderungen und
haarlose Stellen vor allem am Rücken, und den Hintergliedmaßen.
Ist ein Tier sehr stark befallen, kann dies darüber hinaus zu
Blutarmut (Anämie) und Abmagerung führen.
Welche Gefahren bestehen?
Hat ein Haustier Flöhe, besteht stets die
Gefahr, dass sie sich mit Magen-Darm-Parasiten ansteckt. Denn Flöhe
sind so genannte Zwischenwirte für Bandwürmer. Fischt das Tier
die Flöhe mit den Zähnen aus seinem Fell und schluckt sie,
nimmt er mit den Flöhen unter Umständen auch Wurmlarven auf.
Eine Behandlung gegen Flöhe sollte mit einer Behandlung gegen Würmer (Entwurmung) kombiniert werden.
Nicht selten kommt es vor, dass Flöhe vom Tier auf den Menschen übergehen. Die gewissenhafte Vorsorge und Behandlung bei Ihrem Tier ist also auch für Ihren eigenen Schutz von großer Bedeutung.
Die Parasitenbehandlung - Vorbeugung
Zunächst einmal muss der Befall sicher gestellt
werden. Lieblingssitze sind der Kehlgang und die Stelle unterhalb
der Ohren. Der zahlreich vorhandene, dunkelbraune, feinbröckelige
Flohkot im Fell gibt Hinweis auf diese Parasiten. Entdecken Sie
beim Bürsten einen Floh oder Flohkot (kleine dunkle Punkte, die
auf feuchtem Papier oder weißem Tuch rote Flecken hinterlassen)
so sollten Sie rasch handeln.
Bei Parasitenbefall lösen hochwirksame Medikamente
vom Tierarzt das Problem meist rasch und sicher. Allerdings können
sich die Tiere schnell wieder eindecken, wenn sie beispielsweise
im Wald unterwegs sind, in der Gegend herumstreunen oder auf
Artgenossen treffen. Regelmäßige Fellpflege und Säuberung der
Tierlagerstätten sowie eine Versiegelung von Ritzen als
potentielle Aufenthaltsstätte der Larven sind wichtige erste
Schutzmaßnahmen. Da aber bereits bei geringgradigem Flohbefall
neben Juckreiz auch die Gefahr der Übertragung z.B. von Bandwürmern
auf die Tiere besteht, ist eine gründliche Prophylaxe , wie etwa
die Behandlung mit Aufträufelpräparaten, Spritzen oder
Tabletten bzw. die sofortige Bekämpfung der ungebetenen Gäste
angebracht und wichtig.
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Zecken
Von
Dr. med. vet. Barbara Finke mit freundlicher Unterstützung durch
die Bayer AG
Zecke an jeder Ecke
Es ist selbstverständlich, dass sich der bewusste Hundehalter darüber informiert, welche Krankheiten und Gefahren seinem Vierbeiner drohen und was vorbeugend unternommen werden kann, um das Vermeidbare zu verhindern. Wer ein Tier hat, muss sich daran gewöhnen, auch mal Flöhe oder Zecken als Gast begrüßen zu dürfen.
Im zeitigen Frühjahr
beginnt sie bereits, die Zeckensaison.
Mit zwei ausgeprägten Höhepunkten
der Befallsdichte im Frühjahr (Ende April/Anfang Mai) und frühen
Herbst (Mitte September) erstreckt sich das vermehrte Auftreten
dieser unangenehmen Plagegeister bis in den späten Oktober
hinein. Nicht nur im Unterholz und dichtem Gestrüpp, sondern
auch im hohen Gras und im heimischen Garten lauern die kleinen
Spinnentierchen auf ihre blutspendenden Opfer.
Zecken werden von Tieren und Menschen "abgestreift" und graben sich mit ihren Mundwerkzeugen in die Haut, um dort Blut zu saugen. Sie können damit rechnen, dass ihr Tier von jedem Spaziergang eine mitbringt. Auch wenn man das Fell gleich nach diesen winzigen Blutsaugern untersucht, entdeckt man sie meist erst, wenn sie etwas größer geworden sind.
Welche Zeckenarten sind für Haustiere gefährlich?
In Deutschland werden Haustiere vor allem von zwei Zeckenarten befallen:
1. Der Gemeine Holzbock
2. Die Braune Hundezecke
Meistens sind es die Vertreter der bekannten Art ¨Gemeiner Holzbock¨; darüber hinaus gewinnt aber auch die Braune Hundezecke (ursprünglich nur im Süden Europas heimisch) immer mehr an Bedeutung und wird besonders zur Urlaubszeit aus Südeuropa eingeschleppt. Anders als der Holzbock hält diese Zecke sich gerne in Wohnräumen auf, wo sie sich auch vermehrt. Dort im Warmen befällt sie ihre Nahrungslieferanten hauptsächlich, wenn diese schlafen.
Welche Gefahren bestehen?
Problematisch sind beide
Zeckenarten wegen der Übertragung von lebensgefährlichen Krankheitserregern.
Denn mit den gerinnungshemmenden Körpersekreten, welche die
Zecke während des in der Regel mehrere Tage dauernden Saugaktes
in die Stichstelle des Opfers abgeben, können auch fortwährend
verschiedenste Krankheitskeime übertragen werden und sich dann
im Blut ansammeln. Je höher die Keimzahl in den Körperflüssigkeiten
des Tieres, desto größer auch das Risiko einer lebensbedrohenden
Krankheit. Da Zecken schwere Krankheiten wie die Frühsommer-Minigo-Enzephalitis
(FSME) oder die Lyme-Borreliose auf die Tiere übertragen (häufig
sogar mit tödlichem Ausgang!), sollte im Frühjahr eine
Zeckenbehandlung stattfinden; besonders wenn sich das Tier viel
im Wald oder hohen Sträuchern aufhält. Gezielte Vorbeugemaßnahmen
zur Zeckenabwehr sind zwingend geboten!
Wie erkenne ich sie?
Grundsätzlich entwickeln
sich alle Zeckenarten über mehrere Stadien: Ei, Larve, Nymphe,
erwachsene Zecke. Die Eier sind rund 0,5 mm groß, weiß und
rundlich. Sie werden von den erwachsenen Zeckenweibchen in Form
von Eipaketen abgelegt. Die sechsbeinigen Larven, achtbeinigen
Nymphen und erwachsenen Zecken sind im nüchternen Zustand, also
bevor sie Blut gesaugt haben, rund 2-5 mm groß und sehen wie
kleine Spinnen aus. Erst nach der Blutmahlzeit schwillt ihr Rumpf
auf 1 - 2 cm an.
Sie können die Zecken auf Ihrem Haustier mit dem bloßen Auge erkennen, und zwar sowohl im nüchternen als auch im voll gesogenen Zustand. Um die Zecken ausfindig zu machen, scheiteln sie das Fell. Meist können Sie die Zecken aber auch ertasten, wenn Sie Ihr Tier über das Fell streicheln.
Erwachsene Zecken sitzen bevorzugt am Kopf, Unterbauch in der Schenkel- und Ellebogenfalte des Wirtes. Larven und Nymphen finden sich dagegen vor allem an Körperstellen mit dünner Haut wie z.B. Ohrrändern, Ohrmuschel, Augenlidern, Schnauze und zwischen den Zehen.
Die Parasitenbehandlung -
Vorbeugung:
Zuerst die Zecken
entfernen, indem Sie diese mit zwei Fingern, einer Pinzette oder
(am besten) mit einer Zeckenzange von unten an den Mundwerkzeugen
(ohne den Leib zu drücken) anfassen und den Blutsauger gegen den
Uhrzeigersinn herausdrehen. Achten Sie darauf, dass der Kopf
nicht stecken-beleibt, sonst entzündet sich die Stelle.
Achtung: Nicht den Zeckenleib mit Äther, Öl, Nagellackentferner oder dergleichen beträufeln und damit ¨betäuben¨, denn Zecken erschlaffen dabei und entlassen ihre Erreger in die Stichstelle. Nicht mit der Zange am Zeckenleib drücken, da sonst die Borrelien- oder andere Erreger durch die Stichöffnung in die Blutbahn gedrückt werden. Bei Parasitenbefall lösen hochwirksame Medikamente vom Tierarzt das Problem meist rasch und sicher. Allerdings können sich die Tiere schnell wieder eindecken, wenn sie beispielsweise im Wald unterwegs sind, in der Gegend herumstreunen oder auf Artgenossen treffen.
Erkrankung:
Lokale Hautreaktionen und
Schwellungen treten an der Stichstelle auf. An der Einstichstelle
zeigt sich eine Rötung und Schwellung, die oft noch lange Zeit
nach dem Abfallen der Zecke zu sehen ist. Durch den Holzbock kann
die Borreliose übertragen werden, ca. 40% der Zecken sind
befallen. Borreliose ist eine Infektion, diese führt evtl. zu
schwersten Symptomen wie gichtartige Gelenkveränderungen bis
hin zu extremen Lähmungen. Wegen Befalls der Nerven- und
Muskelsysteme sind Hirn- und Herzschäden mit Todesfolge relativ
häufig. Durch die braune Hundezecke kann zusätzlich Babesien (Einzeller,
der beim Saugakt durch Zecken übertragen wird und sich in den
roten Blutkörperchen vermehrt) und Ehrlichien (Bakterien die
vergrößerte Lymphknoten und Anämie verursachen können) übertragen
werden, diese Erkrankungen führen relativ häufig zum Tode.
Stiche in Nähe der Wirbelsäule können infolge des im Speichel
befindlichen Toxins zu Lähmungen oder Bewegungsstörungen führen.
Diese Reaktion tritt allerdings nur selten auf.
Schutzmaßnahmen
Auffälligkeiten betrachten, wie z.B. Kratzen und
Lecken an einer bestimmten Körperstelle. Zecken sofort
Absammeln, festgesogene Zecken möglichst rasch entfernen. Regelmäßige
Fellpflege und Säuberung der Lagerstätten sowie eine
Versiegelung von Ritzen als potentielle Aufenthaltsstätte der
Larven sind wichtige Schutzmaßnahmen.
Zu empfehlen ist eine gründliche Prophylaxe mit hochwirksamen Medikamenten vom Tierarzt, wie etwa die Behandlung mit Aufträufelpräparaten, Spritzen oder Tabletten.
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Katzenhalter!
Werdet nicht zu Katzenzüchter!
Schon der erste Wurf Ihrer Katze ist
zu viel!
Wer
keine Katzen züchtet, braucht später nicht mit ihnen hausieren
zu gehen!
Zum Katzenelend
und dem oft grausamen Schicksal der Überzähligen trägt
auch Ihr unkastrierter Kater bei.
Zeigen Sie Verantwortung
und lassen Sie Ihre Katzen kastrieren.
Das Schicksal der herrenlos
gewordenen Katzen kann kein Mensch verantworten:
Es
ist ein Leben in Verfolgung, Hunger und Gefahren;
Es
endet nicht selten nach qualvollem Leiden als Versuchstier;
Es
pflanzt sich fort und produziert so ein Heer des Elends.
Aus
dieser Elendskette hatte jede Katze oder einer ihrer Vorfahren
einmal ein Zuhause, wo es der Mensch versäumt hat, seine Katze
kastrieren zu lassen.
Züchten
Sie keine Wegwerf-Tiere und züchten Sie keine Versuchsobjekte!
Liebe zum eigenen Tier ist gut,
Verantwortung über das eigene Tier hinaus zeigt erst den wirklichen Tierfreund.Männliche
und weibliche Katzen sollen durch den Tierarzt, im Alter von ca.
6 Monaten kastriert werden.
Haben
Sie Ihre Katze schon kastrieren lassen??
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Kastration - Sterilisation
Definitionen, Unterschiede, Ratschläge
Jeder Tierarzt kennt es aus der täglichen Praxis:
Die Frage nach dem Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation. Viele Tierbesitzer sind verunsichert, weil sie unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen über Kastration und Sterilisation kennen. Im folgenden sollen die Unterschiede herausgestellt und erläutert und Ratschläge erteilt werden. Grundsätzlich ist bei beiden Geschlechtern sowohl eine Kastration als auch eine Sterilisation möglich.
| KASTRATION | STERILISATION | |
| DEFINITION | Entfernung der Keimdrüsen. Das bedeutet beim männlichen Tier Entfernung der Hoden, beim weiblichen Tier Entfernung der Eierstöcke und bei Hündinnen Entfernung der Gebärmutter | Das Tier wird unfruchtbar gemacht. Das bedeutet beim männlichen Tier die Durchtrennung der Samenleiter, beim weiblichen Tier Durchtrennung der Eileiter |
| BEDEUTUNG |
Die Tiere
werden unfruchtbar und das Sexualverhalten ist
unterbunden Männliche Tiere zeigen kein Markierverhalten mehr, die Aggressivität wird reduziert, Rüden laufen nicht mehr weg. Weibliche Tiere zeigen keine Brunst ( Hitze, Rolligkeit) mehr. Gebärmutterentzündungen sind ausgeschlossen und die Gefahr von Tumoren des Gesäuges nimmt deutlich ab. Hündinnen werden nicht mehr scheinschwanger. |
Die Tiere sind nur unfruchtbar. Das Sexualverhalten ist unverändert. Das Risiko von Gesäugetumoren und Gebärmutterentzündungen ist unverändert hoch |
| HÄUFIGKEIT | In der Tiermedizin häufig durchgeführt | In der Tiermedizin sehr selten durchgeführt |
| WARUM |
Beim Rüden: bei unerwünschtem Verhalten (Markieren,
Dominanzaggression, Streunen) Beim Kater: unerwünschtes Verhalten, Geruch (Markieren, Raufereien etc) Bei der Katze: zur Verhinderung der unkontrollierten Vermehrung, zur Gesundheitsprophylaxe, zur Verhinderung der Rolligkeit. Bei der Hündin: zur Verhinderung der unkontrollierten Vermehrung. Kastrierte Tiere haben statistisch gesichert eine etwa 1 Jahr längere Lebenserwartung als unkastrierte! |
Beim Tier kein vernünftiger Grund |
| FOLGEN | Durch die hormonelle Umstellung sinkt der Grundumsatz. Die Tiere benötigen weniger Energie, d.h. die Fütterung muss reduziert werden. Wenn dies konsequent durchgeführt wird, ist keine Zunahme des Gewichtes zu befürchten. Bei großen Hündinnen kommt es sehr selten zu einer gewissen Urininkontinenz, die aber mit Medikamenten gut beeinflussbar ist. | keine |
|
OPERATION |
Beim Rüden:
Beide Hoden werden entfernt, die
Haut wird zugenäht. Beim Kater: Beide Hoden werden entfernt, die Haut wird nicht zugenäht. Bei der Katze: Durch einen kleinen Bauchschnitt werden beide Eierstöcke und die Spitze der Gebärmutter entfernt. Bei der Hündin: Durch einen Bauchschnitt werden beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. (Totaloperation) |
Männliche
Tiere: ca. 1 cm des Samenleiters wird auf beiden Seiten
entfernt. Weibliche Tiere: Die Eileiter werden durchtrennt und ca. 1 cm auf beiden Seiten davon entfernt |
WARUM
LEBEN KASTRIERTE TIERE LÄNGER
Statistisch
nachgewiesen leben kastrierte Tiere im Durchschnitt etwa 1 Jahr länger
als unkastrierte. Die Ursache ist für das jeweilige Geschlecht
und die Tierart spezifisch.
|
RÜDE |
Die längere Lebenserwartung kastrierter Rüden hat keine medizinische Ursache. Es liegt wohl daran, dass kastrierte Rüden weniger aggressiv sind und somit seltener ein Anlass für eine Euthanasie aus Verhaltensgründen besteht. |
|
KATER |
Kastrierte Kater (Freiläufer) leben deshalb länger, weil sie sich weniger oft mit Artgenossen prügeln und somit seltener an Kampfverletzungen oder an unheilbaren, beim Kämpfen übertragenen Virusinfektionen (Leukose, FIV, FIP) sterben. |
|
HÜNDIN und KATZE |
Für die Hündin ist die Kastration, wenn sie früh erfolgt deshalb lebensverlängernd, weil häufige Krankheiten älterer Hündinnen (Gebärmuttervereiterungen, Geschwülste der Milchdrüsen) seltener oder nicht mehr vorkommen können. |
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Immer
die Ruhe bewahren, durchatmen und nachdenken. Beruhigend reden
und nicht schreien oder jammern.
Immer auf Eigensicherung achten.
Immer sofort zum Tierarzt gehen.
Erstickungsgefahr
Gifttier -
Biss
Stark
blutende oder klaffende Wunde
Kollaps /
Hitzschlag
Schock
Starke
Schmerzen / Verkehrsunfall
Glassplitter,
Fremdkörper
Wiederbelebung
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Haustiere und Mietrecht
Von
Aichard Hoffmann Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V.
An Haustieren scheiden sich die Geister. Sie sind die Lieblings-Spielkameraden (und leider auch oft Spielzeuge) der Kinder. Sie beseitigen die Einsamkeit verwitweter Senioren. Sie lindern Schmerzen chronisch Kranker. Sie helfen über eine Menge Defizite hinweg, die im menschlichen Leben so bleiben. Anderen sind sie ein Graus. Sie bellen oder machen anderen Lärm. Ihre Haare finden sich überall im Treppenhaus. Ihre Exkremente sind durch Türen hinweg zu riechen. Vor manchen muss man regelrecht Angst haben. Haustiere im Mehrfamilienhaus sind ein ewiger Zankapfel. Und oft werden hier Vermieter/innen bemüht für Streitigkeiten zwischen Mieter/innen. Denn den Hauseigentümer/innen kann es eigentlich völlig egal sein, ob Mieter/innen ein Tier halten oder nicht - außer, sie wohnen selbst mit im Haus, was eher selten ist. Bei der Haustierhaltung im Mehrfamilienhaus geht es um Fragen der gegenseitigen Rücksicht. Das sollte von vornherein klar sein in einem Ratgeber, der Tierhalter und -gegner gleichermaßen über ihre Rechte und Pflichten aufklären möchte.
Mietvertrag
entscheidend
Da
im Gesetz nichts über die Haltung von Haustieren steht, kommt es
entscheidend darauf an, was der Mietvertrag dazu sagt und ob es gültig
ist. Es lassen sich vier Fälle unterscheiden:
1.
Erlaubt
Wenn
der Mietvertrag die Haltung von Haustieren ausdrücklich erlaubt,
heißt das, dass Mieter/innen übliche Haustiere wie Hunde,
Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Mäuse etc. auf
jeden Fall halten dürfen - auch dann, wenn sich Nachbarn
beschweren. Diese generelle Erlaubnis erfasst aber nicht ungewöhnliche
oder gar gefährliche Tiere, wie Gift- oder Würgeschlangen. Auch
Kampfhunde sind danach nicht automatisch zulässig.
2.
Verboten
Wenn
der Mietvertrag die Tierhaltung ausdrücklich verbietet, kommt es
entscheidend darauf an, was konkret verboten ist. Ein Verbot der
Haltung von Hunden und Katzen zum Beispiel ist wirksam. Schafft
ein Mieter trotzdem ein solches Tier an, kann der Vermieter
dessen Beseitigung verlangen. Nur in besonderen Ausnahmenfällen
(z. B. Blindenhund) gilt etwas anderes. Verbietet der Mietvertrag
dagegen pauschal jede Tierhaltung, ist die Regelung unwirksam.
Denn davon wären dann auch Kleintiere wie Wellensittiche,
Hamster und Meerschweinchen erfasst. Deren Haltung ist jedoch
immer erlaubt. Regelung unwirksam bedeutet: Der Mieter darf nicht
nur Kleintiere halten, sondern z. B. auch Hunde. Der Vermieter
kann deren Haltung nur verbieten, wenn er konkrete Störungen
durch die Tiere nachweist.
3.
Zustimmung verlangt
Häufig
sind Regelungen, wonach die Zustimmung der Vermieters zur
Tierhaltung erforderlich ist. Die Folgen sind bereits erkennbar:
Die Haltung von Hunden beispielsweise kann der Vermieter
verbieten, die von Kleintieren hingegen nicht. Bedeutsam ist,
dass bei dieser Vertragsregelung der Vermieter eine Entscheidung
im Einzelfall treffen muss. Der Mieter kann deshalb davon
ausgehen, dass die Erlaubnis erteilt wird, wenn nicht gewichtige
Gründe (zum Beispiel die Allergie eines Nachbarn, bei der
konkrete Gefährdung vorliegt) dagegen sprechen. Auch die
Zustimmung zu Haltung von Kampfhunden oder Ratten kann der
Vermieter bei dieser Vertrags-Konstellation verweigern. Halten
mehrere Mietparteien im Haus einen Hund oder eine Katze, kann der
Vermieter nicht willkürlich nur gegen eine davon vorgehen. Auch
ein neuer Mieter darf dann ein weiteres Tier ins Haus bringen.
4.
Keine Regelung
In
vielen Fällen steht über die Tierhaltung nichts im Mietvertrag.
Klar ist, dass dann die Haltung von Kleintieren erlaubt ist, die
von gefährlichen dagegen der ausdrücklichen Genehmigung bedarf.
Aber was ist mit Hunden und Katzen? Die Gerichte urteilen hier
unterschiedlich. Für NRW ist das OLG Hamm der Ansicht, im
Mehrfamilienhaus gehöre - zumindest in städtischen Gebieten -
die Tierhaltung nicht automatisch zum vertragsgemäßen
Gebrauch der Wohnung - es komme also auf die Genehmigung
des Vermieters an. Etliche Gerichte sind jedoch anderer
Auffassung und zählen die Haltung von Hund und Katze zum normalen
Gebrauch der Mietsache. Eine allgemeingültige Aussage ist
daher nicht möglich.
Duldung
Unabhängig
von der Vertragskonstellation stellt sich die Frage, unter
welchen Bedingungen Versmieter/innen Haustiere dulden müssen.
Wie bereits erwähnt, kann die Haltung von Kleintieren, die im
oder Terrarium leben und zudem ungefährlich sind, nicht
verboten, sondern muss geduldet werden. Anders sieht es bei
Hunden, Katzen oder noch größeren Tieren aus. Hier kommt es auf
die Umstände des Einzelfalls an. Ist laut Mietvertrag die
Zustimmung des Vermieters zur Tierhaltung erforderlich, so gilt
die Erlaubnis nämlich auch dann als erteilt, wenn der Vermieter
die Tierhaltung über einen längeren Zeitraum duldet. Duldung
setzt aber Kenntnis voraus. Das heißt: Der Vermieter muss von
der Tierhaltung wissen. Das Problem für den Tierhalter: Er muss
beweisen, dass der Vermieter von der Tierhaltung wusste. Das ist
ohnehin oft schwierig. Für Mieter/innen größerer
Wohnungsgesellschaften kommt noch ein weiteres Problem hinzu: Wer
(in Person) ist eigentlich Vermieter? Wird er beispielsweise
schon durch den Hausmeister verkörpert, dem man schon etliche
Male - den Hund an der Leine führend - begegnet ist, und der
nichts dazu gesagt hat? Die Rechtsprechung zeigt, dass man sich
darauf nicht verlassen kann. Denn der Hausmeister hat meist keine
Verwaltungsfunktion, ist mit der vertraglichen Regelung ebenso
wenig vertraut wie mit mietrechtlichen Feinheiten und weiß
wahrscheinlich auch gar nicht, ob sich der Tierhalter eine
Genehmigung bei der Wohnungsgesellschaft hat geben lassen. Möglicherweise
ist er nicht mal fest angestellt. Man kann also nicht einfach
davon ausgehen, dass sein Schweigen als Duldung der Gesellschaft
zu interpretieren ist. Dann gibt es ein böses Erwachen, wenn die
Gesellschaft auf einmal die Abschaffung des liebgewordenen
Vierbeiners verlangt. Hat der Vermieter die Tierhaltung aber
genehmigt oder wissentlich geduldet, kann die Erlaubnis nicht
ohne triftigen Grund widerrufen werden. Das gilt sogar dann, wenn
im Mietvertrag ausdrücklich festgehalten ist, dass die
Genehmigung jederzeit widerrufen werden kann. Ein triftiger Grund
muss immer vorliegen. Ist ein kleineres Tier friedlich und ruhig,
liegt in der Regel kein triftiger Grund vor. Auch gelegentliches
Bellen ändert daran nichts. Anders sieht die Sache aus, wenn der
Hund das Treppenhaus erheblich verunreinigt oder gar in
Nachbarwohnungen eindringt. Erst recht ist ein triftiger Grund
gegeben, wenn von dem Tier eine Gefahr ausgeht oder ausgehen könnte
- zum Beispiel bei Schlangen oder Kampfhunden. Hier kommt es
nicht darauf an, ob das Tier tatsächlich jemandem gefährlich
geworden ist. Allein die begründete Angst, dass es zu Gefahren
kommen könnte, ist für die Nachbarn nämlich ein
Wohnungsmangel, den der Vermieter beseitigen muss. Alle Nachbarn
haben ein Recht, ihre Wohnung angstfrei nutzen zu können. Man
kann die Duldung des Vermieters auch nicht beliebig erweitern.
Hat ein Mieter zum Beispiel mit Kenntnis des Vermieters eine
Katze gehalten, kann er nicht ohne weiteres später einen Hund
anschaffen. Auch die Duldung eines kleinen Hundes bedeutet nicht,
dass er ohne Genehmigung durch einen großen ersetzt werden kann.
Für die Duldungspflicht des Vermieters kommt es nicht darauf an,
ob sich Nachbarn tatsächlich beschwert haben oder nicht. Erfährt
er von einer nicht genehmigten Tierhaltung, muss er alsbald
Einschreiten. Tut er es nicht, gilt das nämlich als Duldung.
Auflagen
Natürlich
können Versmieter/innen sowohl die Genehmigung als auch die
Duldung der Tierhaltung von Auflagen abhängig machen. Üblich
ist zum Beispiel die Einschränkung solange sich Nachbarn
nicht gestört fühlen. Hier muss sich der Tierhalter darüber
im Klaren sein, dass die Genehmigung so zu sagen auf
Widerruf erteilt ist, und besonders sorgsam darauf achten,
dass sein Tier niemandem zur Last fällt. Bei Katzen ist die
Auflage, dass sie ausschließlich in der Wohnung gehalten werden
müssen, nicht selten. Fische zählen an sich zu den nicht
genehmigungspflichtigen Kleintieren. Da ein auslaufendes Aquarium
aber erheblichen Schaden anrichten kann, kann der Vermieter hier
den Abschluss eine entsprechenden Haftpflichtversicherung
verlangen.
Kein
Kündigungsgrund
Eine
unerlaubte Tierhaltung ist kein Kündigungsgrund. Der Vermieter
kann aber die Abschaffung des Tieres verlangen und notfalls vor
Gericht durchsetzen. Etwas anderes gilt nur, wenn das Tier
erheblich stört oder gar gefährlich ist und der Mieter nichts
dagegen unternommen hat, obwohl er dazu aufgefordert wurde.
Vermieterwechsel
Die
Genehmigung der Tierhaltung muss nicht schriftlich erfolgen, um gültig
zu sein - die Duldung ist es naturgemäß ohnehin nie. Besser ist
es aber immer, wenn man etwas in der Hand hat. Zum Beispiel, wenn
das Haus verkauft oder vererbt wird. Prinzipiell ist nämlich
auch der neue Eigentümer an alle Zusagen des alten gebunden. Das
gilt auch für die Genehmigung oder Duldung der Tierhaltung.
Allerdings ist der Tierhalter hier beweispflichtig. Das ist kein
Problem, wenn der alte Eigentümer greifbar und zur Aussage
bereit ist. Ist das nicht der Fall, kann es schwierig werden,
Zeugen dafür zu finden, dass der alte Vermieter die Tierhaltung
genehmigt oder zumindest davon gewusst hat, ohne einzuschreiten.
Tierfreunden ist also immer zu empfehlen, sich nach allen Seiten
abzusichern.
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Katzenratgeber
Von
Dr. med. vet. Barbara Finke mit freundlicher Unterstützung durch
die Bayer AG
Der etwas andere Katzenratgeber
Eine intakte Gesundheit der
Katze ist nicht nur für das Tier selbst, sondern auch für den
Besitzer wichtig. Nur die Gewissheit, dass sich Ihr Vierbeiner
bester Gesundheit erfreut, ermöglicht einen unbesorgten Umgang
miteinander.
Gerade auch für Familien mit kleinen Kindern ist es beruhigend,
wenn man genau weiß, dass das Tier frei von Krankheitserregern
ist, so dass keine Übertragungsgefahr von Krankheiten besteht.
Seit Jahrtausenden leben Menschen mit Katzen zusammen. In dieser
langen Zeit hat sich eine enge Partnerschaft entwickelt, in der
die Vierbeiner als Mitglied der Familie eine wichtige Rolle eingenommen
haben.
Für Kinder sind sie nicht nur Spielgefährten. Im Umgang mit
ihnen lernen sie, Lebewesen Respekt entgegenzubringen und
Verantwortung für sie zu übernehmen. Auch für Senioren ist das
Zusammenleben mit einem Haustier oft von unschätzbarem Wert,
denn die Pflege hält geistig und körperlich fit, sichert einen
geregelten Tagesablauf und vertreibt die Einsamkeit.
Für viele andere ist ein Haustier, insbesondere die Katze ein
liebenswerter Freund, der nicht selten einen Partner ersetzt.
Damit das Zusammenleben so reibungslos und gesund wie möglich
abläuft, sollten verantwortungsbewusste Katzenhalter ihre Tiere
und ihre Umgebung regelmäßig kontrollieren, ob nicht ein Befall
mit Parasiten, wie Zecken, Flöhe, usw. vorliegt, die das
Wohlbefinden und die Gesundheit des Tieres beeinträchtigen. Auch
vorbeugende Maßnahmen sind hier besonders wichtig.
Siehe Infoblatte Katzenpflege.
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WÜRMER
Von
Dr. med. vet. Barbara Finke mit freundlicher Unterstützung durch
die Bayer AG
Rundwürmer (die Wichtigsten sind: Haken-, Spul- und Peitschenwürmer)
Bandwürmer (die Wichtigsten sind: Gurken-, Fuchsbandwurm,
Taenien und Mesocestoides)
Rundwürmer sind fadenförmige Würmer, die Länge der
ausgewachsenen Würmer reicht je nach Art von 1 Millimeter bis
hin zu 25 Zentimetern. Rundwürmer ernähren sich vom Darminhalt
des Tieres und von dessen Körpersubstanz, z.B. Schleimhautzellen
oder Blut. Jedes erwachsene Wurmweibchen kann täglich mehrere
Tausend Eier abgeben. Nach dem Ausscheiden der Eier mit dem Kot
des Tieres entstehen infektiöse Larven. Diese können nun von
anderen Haustieren, z.B. bei einem Spaziergang, aufgenommen und
abgeschluckt werden. Die Larven wandern dann durch
unterschiedliche Organe des Wirtes und können dort beträchtliche
Schäden anrichten. Anschließend erreichen sie wieder den Darm,
werden dort zu erwachsenen Würmern und beginnen nach der Paarung
mit der Eiablage. Der Lebenszyklus beginnt von neuem.
Bandwürmer verdanken ihren Namen der flachen, bandartigen Körperform,
sie leben als Parasiten im Dünndarm der Hunde und Katzen. Die Länge
der Gliederkette kann von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren
Metern reichen. Fast alle Bandwurmarten sind Zwitter, d.h., alle
Glieder beherbergen männliche und weibliche Geschlechtsorgane.
Die Entwicklung der Larven erfolgt in einem oder mehreren
Zwischenwirten. Diese können durch die in den verschiedenen
Organen sich entwickelnden und dabei wachsenden Finnen erhebliche
Schäden erleiden, die sogar zum Tod des Zwischenwirtes führen können..
Die Finnen gelangen über die Nahrungskette (z.B. rohes Fleisch
des Zwischenwirtes) in den Darm des Endwirtes und entwickeln sich
dort zum erwachsenen Wurm.
Leider
ist es kaum möglich, einer Infektion vorzubeugen, da man die
Tiere den Gefahrenquellen nicht entziehen kann. Hunde und Katzen
mit Auslauf können sich quasi überall infizieren. Selbst nur in
der Wohnung gehaltene Tiere können sich mit an den Schuhen
haftenden Eiern oder über Zwischenwirte (z.B. Flöhe) anstecken.
Daher ist die regelmäßige Entwurmung der Tiere mit geeigneten
Mitteln zu empfehlen.
Symptome
Folgende Symptome können auf Wurmbefall hinweisen
Diagnose
Die Diagnose des Wurmbefalls geschieht meist über
die mikroskopische Untersuchung des Tierkotes. Sie ist aufwendig
und leider nicht ganz zuverlässig. Das negative Ergebnis einer
Kotuntersuchung besagt also nur, dass zur Untersuchung keine
Wurmeier oder -larven im Tierkot nachgewiesen werden können,
aber nicht dass das Tier keine Würmer hat. Zum anderen können
die auch für den Menschen sehr gefährlichen Arten kaum von den
harmloseren Wurmarten unterschieden werden.
Gefahren allgemein
Beim Auftauchen von Symptomen sollte daher immer
sofort eine tierärztlich verordnete Entwurmung durchgeführt
werden, um die Gesundheitsschäden für das Tier zu begrenzen.
Neben der Gefährdung für andere Tiere besteht auch für den
Menschen Infektionsgefahr.
Gefahren für das Tier
Nach der Infektion wandern viele Wurmarten durch
mehrere Organe des Tieres und setzen sich dann meist im Darm des
Tieres fest. Einige Wurmarten werden sogar mit der Muttermilch übertragen,
die konsequente Einhaltung der Welpenentwurmung und die regelmäßige
Entwurmung der Muttertiere ist besonders wichtig, da bei
Jungtieren eine Wurminfektion sogar zum Tod führen kann. Neben
den konkreten gesundheitlichen Schäden werden in der Regel auch
die Widerstandskraft und der Allgemeinzustand des Tieres in
Mitleidenschaft gezogen.
Folgende Gesundheitsschäden können durch Würmer
bei Hund und Katze verursacht werden:
Gewebsverletzungen durch wandernde Wurmlarven,
Verstopfung von Darm und Gallengängen, Blutverlust und Blutarmut
(insbesondere bei Jungtieren mit schweren Infektionen), Entzug
von Vitaminen und lebenswichtigen Nährstoffen, Beeinträchtigung
des Abwehrsystems (dadurch auch Gefährdung der Wirksamkeit von
Schutzimpfungen), Verschlechterung des Allgemeinzustands.
Gefahren für den Menschen
Auch der Mensch kann von Würmern infiziert werden,
dies betrifft besonders Kinder, die häufig in engem Kontakt mit
dem Tier leben. Der Mensch ist ein so genannter Fehlwirt, d.h., es
können sich aus den Eiern keine erwachsenen, im Darm lebenden Würmer
entwickeln. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven wandern jedoch
in ihrer Entwicklung im Körper des Menschen umher und können
dabei Schäden in verschiedenen Organen hervorrufen. Eine
Infektion des Menschen mit diesen Wurmarten sollte daher
unbedingt vermieden werden.
Folgende Gesundheitsschäden können Würmer
beim Menschen verursachen
Spulwurm: Sehstörungen bis hin zur Erblindung (Erkrankung Netzhaut), Schäden an Leber und zentralem Nervensystem.
Hakenwurm: Wurmlarven
dringen in die Haut ein, wandern in der Unterhaut umher und schädigen
sie.
Gurkenkernbandwurm: Bauchschmerzen, Durchfall, Abmagerung
Fuchsbandwurm: Meist
vollständige Zerstörung der Leber. Die seltene Krankheit verläuft
langsam über viele Jahre hinweg und endet oft tödlich.
Übertragung
auf den Menschen:
Kontakt mit infizierten Haustieren, wie Schmusen,
Ablecken von Händen und Gesicht. Enger Kontakt der infizierten
Tiere mit Gegenständen der Besitzer (z.B. Handtücher, Bettwäsche).
Kontaminierte Sandkästen (Kinder), feuchtwarme Badestrände und
Liegewiesen, sowie der Genuss ungewaschener Waldfrüchte oder
Pilze.
Behandlung
Jeder Wurmbefall bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze
sollte möglichst rasch behandelt werden. Zum Einen, um die
drohenden Gesundheitsgefahren für das Tier abzuwenden, zum
anderen, um Sie und Ihre Familie vor einer möglichen Ansteckung
mit Wurmeiern zu schützen. Neben der akuten Behandlung empfiehlt
sich außerdem die routinemäßige, in regelmäßigen Abständen
vorgenommene Entwurmung Ihres Haustieres (optimal: 4 mal im Jahr)
mit einem Breitspektrum - Entwurmungsmittel (gegen Band- und Rundwürmer).
Insbesondere Welpen und Jungtiere sind besonders gefährdet, da
ihr Immunsystem noch nicht so gut entwickelt ist und häufig die
Infektion über die Mutter stattfindet. Die Welpen kommen dann
schon infiziert zur Welt oder werden über die Muttermilch
angesteckt. Daher sollten Muttertiere direkt vor dem Decken und
10 Tage vor dem Werfen behandelt werden. Alle weiteren Wurmkuren
sollten dann bis zur achten Woche zusammen mit den Jungtieren des
Wurfs erfolgen.
Produkte
Zur effektiven Wurmbekämpfung stehen inzwischen
wirkungsvolle Medikamente zur Verfügung. Diese erlauben die
gleichzeitige Behandlung aller wichtigen Wurmarten (Bandwürmer
und Rundwürmer), die für Ihren Vierbeiner gefährlich werden könnten,
mit einer einmaligen Behandlung. Die Verabreichung verschiedener
Medikamente über mehrere Tage hinweg kann also problemlos durch
einfache Gabe einer Tablette ersetzt werden. Das breite
Wirkspektrum wird durch spezielle Kombinationspräparate
erreicht, die optimal auf die jeweilige Tierart abgestimmt sind.
Die Mittel sind einfach anzuwenden und werden von den Tieren sehr
gut vertragen. Erhältlich sind diese Breitspektrum - Entwurmungsmedikamente,
für Haustiere, nur bei Ihrem Tierarzt. Von freikäuflichen
Mitteln ist, wegen eingeschränkter Wirksamkeit, dringend
abzuraten.
Tipps
zur Behandlung
Häufig werden die Wurmmittel in der Tierarztpraxis
vom Tierarzt oder einer erfahrenen Helferin gegeben. Oft ist es
aber auch notwendig, das Wurmmittel selber zu verabreichen. Hier
ein paar Tipps zur erfolgreichen Behandlung:
Die Tablette verstecken Sie am besten im
Lieblinsfutter Ihres Haustieres oder einem Leckerbissen (z.B.
Leberwurst). Normalerweise wird sie dann problemlos gefressen.
Wenn das Tier die Tablette nicht fressen will, müssen
Sie sein Maul öffnen und die Tablette so weit wie möglich nach
hinten schieben.
Damit die Tablette nach dem Einführen in das Maul
auch wirklich geschluckt wird, sollten Sie danach den Kehlkopf
des Tieres sanft massieren. Halten Sie dabei die Schnauze des
Tieres geschlossen und nach oben gerichtet.
Wenn Sie Probleme bei der Tablettengabe haben,
fragen Sie beim nächsten Besuch Ihren Tierarzt. Es zeigt Ihnen
die richtige Anwendung gern.
Wurmkuren werden nach Gewicht dosiert. Wenn Sie Ihr
Tier nicht mit zur Praxis nehmen, wiegen Sie es bitte zu Hause.
Steigen Sie dazu einfach mit dem Tier auf eine Waage und ziehen
Sie anschließend Ihr eigenes Gewicht vom Messwert ab.
Falls die jährliche Impfung fällig ist, entwurmen
Sie Ihr Tier am besten 2 Wochen vorher. Es kann dann einen
besseren Impfschutz aufbauen.
Würmer sind gefährlich, daher sollten Sie sie
schonungslos bekämpfen. Nur durch regelmäßige Entwurmung (am
besten viermal pro Jahr) können Sie ihrer Haustiere, sich und
Ihre Familie (besonders Ihre Kinder) umfassend und zuverlässig
schützen, der Kontakt zu Ihrem Haustier kann dann ohne Gefahr so
eng bleiben, wie er ist.
Denken Sie daran und fragen Ihren Tierarzt.
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ausgesetzt & abgeschoben
Bund Deutscher Tierfreunde e.V.
informiert:
ausgesetzt & abgeschoben
In jedem Jahr werden zehntausende
Tiere brutal ausgesetzt und abgeschoben. Wenn sie Glück haben, werden sie direkt
in Tierheimen abgegeben. Doch viele Tiere werden einfach an Straßen und
Autobahnen abgeschoben und ihrem Schicksal überlassen. Viele Tiere in den
Tierheimen waren früher Spielkameraden der Kinder oder Geschenke – jetzt hoffen
sie auf neue liebe Menschen.
Zehntausende streunende Katzen sind nur die Spitze des
Eisberges. Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. unterstützt deshalb
Kastrationsprojekte, um der Vermehrung der oft nach kurzer Zeit verwilderten
Tiere entgegen zu treten.
Hartz IV hat die Tiere erreicht
War es
früher oft nur Gedankenlosigkeit oder Unmenschlichkeit, so werden heute auch
vermehrt Tiere aus sozialer Not ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben. Hartz
IV hat die Tiere erreicht. Viele Tierhalter können sich den Unterhalt einfach
nicht mehr leisten – besonders betroffen sind Hunde, da die Halter neben den
Ausgaben für Ernährung und medizinische Versorgung auch noch die in vielen
Gemeinden hohe Hundesteuer zahlen müssen.
Zur Entlastung dieser Tierhalter und auch der Tierheime
fordert der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. die Gemeinden auf, sozial schwachen
Tierhaltern für die Dauer ihrer Arbeitslosigkeit die Hundesteuer zu erlassen.
Dies wäre ein erster Schritt.
Tiere können das Leben
erleichtern
Gerade bei Arbeitslosigkeit oder
Krisenzeiten können Haustiere und besonders Hunde auch den Menschen helfen.
Studien zeigen, dass Langzeitarbeitslose, die ein Haustier halten, ein sehr viel
strukturierteres Leben haben. Sie müssen ihr Haustier versorgen und sind dadurch
zu mehr Disziplin gezwungen. Deshalb ist später auch eine Wiedereingliederung in
den Arbeitsprozess leichter. Zudem geben die Tiere durch ihre selbstlose Liebe
Selbstvertrauen und Zuwendung. Sie helfen, den sozialen Abstieg zu verhindern.
Das Abrutschen ins soziale Abseits wird abgefedert.
Dieser therapeutischen Wirkung der Tiere sollten auch Behörden Rechnung tragen
und bei Arbeitslosigkeit auf die Einziehung der Hundesteuer verzichten.
Die Folge:
Mehr Lebensmut für die Menschen und
mehr Lebensraum für die Tiere.
Hilfe
für Mensch & Tier
Der Mensch und sein Haustier dürfen
nicht länger getrennt betrachtet werden. Sie sind eine Einheit – und helfen sich
gegenseitig.
Wer den Tierschutz unterstützt, hilft auch den Menschen. Gerade für alte, kranke
oder sozial angeschlagene Menschen sind Tiere oft der letzte Halt. Tiere bringen
Freude ins Leben.
In den Tierheimen warten hunderttausende Tiere auf ein neues Zuhause. Helfen Sie
den armen Kreaturen und geben Sie ihnen ein neues Heim. Wer ein Haustier sucht,
sollte immer zunächst in ein Tierheim gehen und sich dort nach einem geeigneten
„Lebenspartner“ umsehen.
Und wer ein Haustier hat, sollte sich der Verantwortung bewusst sein:
Tiere
sind Mitgeschöpfe und haben ein Recht auf Zuwendung. Damit es Mensch und Tier
besser geht.
Weiter Infos erhalten Sie beim:
Bund Deutscher Tierfreund e.V.
Am Drehmanns Hof 2 - 47475 Kamp-Lintfort
Tel (0 28 42) 92 83 20
und im Internet unter:
www.bund-deutscher-tierfreunde.de/
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Todesfalle Kippfenster
Tasso informiert: Todesfalle Kippfenster - So schützen Sie Ihre Katze
Immer wieder gibt es Katzen, die in einem gekippten Fenster hängen bleiben und sich nicht aus eigener Kraft befreien können. Und immer wieder scheint dieses wichtige Thema bei manchen Katzenbesitzern in Vergessenheit zu geraten. Zwischenfälle mit in Kippfenstern eingeklemmten Katzen kommen inzwischen leider so häufig vor, dass man dafür bereits einen Namen hat: das Kippfenster-Syndrom.
Die von ihren Instinkten gesteuerte Katze wird ein gekipptes Fenster nicht als Hindernis sehen, wenn der Reiz, nach draußen zu gelangen, nur groß genug ist. Wenn sie dann hängen bleibt, bewirken die verzweifelten Befreiungsversuche nur, dass die Situation für das arme Tier immer schlimmer wird. Zu der Panik, die die Katze erlebt, kommen Quetschungen der inneren Organe, im schlimmsten Fall Rückenmarksverletzungen mit irreversiblen Lähmungen der Beine und ein lebensbedrohlicher Schock. Sollte die Katze sogar mit dem Kopf hängen bleiben, droht die Strangulation. Viele Katzen machen sich in einer Notsituation auch nicht bemerkbar, so dass sie oft stundenlang nicht entdeckt werden, während sie qualvolle Schmerzen erleiden oder mit dem Tod ringen.
Daher der dringende Rat an alle Katzenfreunde: Fenster schließen, wenn man die Katze allein zu Hause lässt. Freigänger sollten nur durch eine Katzenklappe ins Freie gelangen können. Manchem hilft ein kleines Hinweisschild als Erinnerung an der Wohnungstür, die Fenster zu schließen. Ist es doch einmal passiert, befreien Sie Ihre Katze ganz vorsichtig aus dem Fenster. Schmerzbedingt könnte sie sich durch Beißen und Kratzen wehren wollen. Bringen Sie das verletzte Tier unbedingt sofort zum Tierarzt und nehmen Sie die Situation nicht auf die leichte Schulter. Auch wenn Sie keine äußeren Verletzungen sehen, heißt das nicht, dass die Katze nicht behandlungsbedürftig ist. Allein der Schock könnte ein Organversagen auslösen. Lassen Sie die Katze wenn möglich in der vorgefundenen Körperposition und bewegen Sie sie so wenig wie möglich. Decken zur Stabilisierung des Körpers auf dem Weg zum Tierarzt können einer Verschlechterung von Brüchen vorbeugen.
Das Haustier-Register
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Haben sie ihr Tier schon
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